Affektive Störungen nach ICD-10 als Mindmap (PDF) für Heilpraktiker Psychotherapie

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Sowohl in der schriftlichen als auch mündlichen Überprüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie gehören Fragen zu den Affektiven Störungen seit vielen Jahren dazu.

Sie können sich das Lernen, nicht nur der Affektiven Erkrankungen, jedoch enorm erleichtern, wenn Sie sich zunächst zu jedem Thema einen ersten Überblick verschaffen, z.B. in Form eines übersichtlichen Mindmaps.

Außerdem erfahren Sie gleich hier, was in der Prüfung zu den Affektiven Störungen besonders häufig gefragt wird.

Manie oder Nicht Manie, das ist hier die Frage

Beliebte Themen zum Thema Affektive Störungen in der Prüfung sind beispielsweise:

Manie

  • Prävalenz (Häufigkeit): ca. 5%, Frauen : Männer = 1 : 1 
  • Typische Symptome: z.B. gehobene Stimmung, Rededrang, vermindertes Schlafbedürfnis, Distanzlosigkeit, Gereiztheit, Assoziationslockerung, Ideenflucht, Größenwahn
  • Behandlung: Carbamazepin, Lithium oder Valproinsäure, Sedativa und/oder hochpotente Neuroleptika bei Wahn

Depression

  • Typische Symptome: z.B. gedrückte Stimmung, Interesse- und Freudlosigkeit, verminderter Antrieb, Vitalstörungen (= mit somatischem Syndrom), Denkhemmung, Suizidgedanken, Hoffnungslosigkeit
  • Prävalenz: ca. 15%, Frauen : Männer = 2 : 1
  • Endogene Depression (i.d.R. schwere Depression): z.B. Gefühl der Gefühllosigkeit, Vitalstörungen, Verwarmungswahn, Versündigungswahn, Suizidalität, Stupor
  • Unterformen der Depression: z.B. larvierte oder somatisierte Depression, saisonale, agitierte Depression, Altersdepression (= Pseudodemenz)
  • Behandlung: z.B. Kognitive Verhaltenstherapie, Antidepressiva (Wirklatenz, Nebenwirkungen), Rezidivprophylaxe bei rezidivierender Depression mit AD oder Lithium

Dysthymia

  • Typische Symptome: z.B. langdauernde depressive Verstimmung (mehrere Jahre), Müdigkeit, Erschöpftheit, schlechter Schlaf, Grübeln, Unzulänglichkeitsgefühle, werden aber i.d.R. mit den wesentlichen Anforderungen des täglichen Lebens fertig (z.B. Beruf, Familie, Partnerschaft)

Die Affektiven Störungen als Überblick hier als Mindmap im praktischen PDF Format

Sie können dieses Mindmap natürlich auch als Vorlage für eigene Mindmaps nutzen.

Durch die klare und leicht einprägsame Lernstruktur von gehirngerechten Mindmaps, Zusammenfassungen und Übersichts-Grafiken zum Prüfungsstoff Psychologie und Psychotherapie profitieren gerade “Neulinge”.

Aber auch angehende Heilpraktiker für Psychotherapie, die sich gerade auf ihre Prüfung vorbereiten, lernen mit übersichtlichen Mindmaps i.d.R. um einiges einfacher und effizienter.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie die 5-jährige Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf Kognitiver Verhaltenstherapie. Sie zeigt auf ihrer Selbsthilfe-Webseite anderen Menschen, wie sie wieder "Boss im Kopf" werden können. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich und unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Andrea schreibt:

    Hallo Frau Luschas, ich bin begeistert von ihren Videos… leider kann ich keine PDF Dateien auf mein Tab laden…. Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, woran das liegen kann?

    lieben Dank im Voraus

    Andrea

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Andrea,

      danke für Ihr Feedback :-)

      Die PDF Datei konnte ich gerade ohne Probleme über die neuste Version des Chrome Browsers herunterladen.

      Grüße aus dem schönen Fürth

  2. Monika schreibt:

    DAnke für das tolle MindMap. Ich habe bisher immer handschriftliche Mindmaps versucht und mich stört, wie unübersichtilich, geradezu chaotisch sie dann aussehen. Darf ich sie fragen, mit welchem Programm Sie ihre tollen Mindmaps gestalten, oder können sie eine Empfehlung aussprechen, bestenfalls kostenlos? Dankesehr!
    lg
    mo

    • Uwe Luschas schreibt:

      Hallo Monika,

      ja, da gibt es ein tolles und kostenloses Mindmap Programm namens XMind, das ich auch selbst nutze und empfehlen kann.

      Wo Sie es herunterladen können: XMind.net

      Viel Freude beim kreativen Designen :-)

  3. Betül schreibt:

    Hallo Frau Luschas,

    ich habe die schriftliche Prüfung mit 28 Punken bestanden und bereite mich nun auf die mündliche Überprüfung vor.
    Im Buch für die mündliche Prüfung von Ofenstein tauchen immer wieder die Begriffe “endogen”, “psychogen”, “reaktiv”, “depressive Reaktion” auf.
    In der ICD-10 stehen diese Begriffe meist unter den “Dazugehörigen Begriffen”.

    Eine endogene Depression ist doch demnach charakterisiert durch die Symptome des “somatischen Syndroms” oder?

    Was sind, mal ausgenommen von ihrer Ätiologie, die Unterschiede zwischen endogen und psychogen?

    Dann wird noch nach dem Unterschied zwischen “reaktiver Depression” und “depressiver Reaktion” gefragt, wobei in der Anwort steht, dass die depressive Reaktion in der ICD-10 als Akute Belastungsreaktion kodiert ist. Das sehe ich leider anders und würde es eher bei F43.2 Anpassungsstörungen einordnen. Können Sie mir da auf die Sprünge helfen?

    Vielen lieben Dank,

    Betül

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Betül,

      Klasse Prüfungsergebnis. Herzlichen Glückwunsch.

      Obwohl die Einteilung psychischer Erkrankungen nach dem Triadischen System (exogen, endogen, psychogen) weitgehend veraltet und unscharf definiert ist, kann in der HPP Überprüfung danach gefragt werden.

      Die ICD-10 setzt voraus, dass das somatische Syndrom bei schweren depressiven Episoden praktisch immer vorhanden ist (siehe F32.2).

      In der Einleitung steht in der ICD-10 unter Affektiven Störungen, dass das somatische Syndrom ebenso auch “melancholisch”, “vital”, “biologisch” oder “endogenomorph” geannt werden könnte.

      Mit dem Begriff der „endogenen” Psychosen bezeichnete man früher die Schizophrenien und die affektiven oder manisch-depressiven Erkrankungen.

      Bei den „endogenen” Psychosen handelt es sich um Erkrankungen, die weder der Gruppe der körperlich begründbaren Psychosen noch der Gruppe der psychogenen Störungen zugeordnet werden können. Die organische Ursache dieser Erkrankungen ist bis heute nur teilweise bekannt.

      Der früher verwendete Begriff der „psychogenen Störungen” meinte vor allem Krankheitsbilder rein psychogenen Ursprungs. Zu diesen „psychogenen Störungen” rechnete man:
      - Abnorme Erlebnisreaktionen (z. B. akute Belastungsreaktion nach einem traumatischen Erlebnis)
      - Neurosen (z. B. Angst-, Zwangs- und Konversionsneurose oder neurotische, reaktive Depression)
      - Psychopathien (alter Begriff für Persönlichkeitsstörungen)

      Im Inhaltsverzeichnis der ICD-10 (9. Auflage), steht unter dem Begriff “Depression” zum Beispiel “endogene F33#” und “reaktive F32#, F33#”. Diese Kodierung könnte man also an 4. oder 5. Stelle des Diagnoseschlüssels zusätzlich verwenden.

      Bei der depressiven Reaktion handelt es sich lt. ICD-10 um die F43.20 (kurze depressive Reaktion) und F43.21 (längere depressive Reaktion) und F43.22 (Angst und depressive Reaktion gemischt), also um Unterformen der Anpassungsstörung.

      Prof. Joachim Bauer beschreibt auf seiner Internetseite den Unterschied zwischen “endogen” und “reaktiv” nochmals anschaulich:

      “Was heißt “endogen” und “reaktiv”? Bei einer Veranlagung zur rezidivierenden Form der Depression können im Krankheits-Verlauf die äußeren Auslöser bei späteren Depressions- Phasen immer geringer werden. D. h., der Depression gehen am Anfang (vor der ersten und zweiten Phase) fast immer schwere äußere Belastungsfaktoren voraus (früher wurde dies als “reaktive Depression” bezeichnet), spätere Phasen brauchen nur noch minimale, schließlich keine Auslöser mehr (was früher als “endogene Depression” bezeichnet wurde). Die Unterscheidung “reaktive” und “endogene” Depression wurde aufgegeben, weil es sich nicht um verschiedene Krankheiten, sondern nur um verschiedene Formen innerhalb des Krankheitsverlaufs handelt.”

      Ich wünsche Ihnen auch viel Erfolg bei Ihrer mündlichen Überprüfung und würde mich über ein (kurzes) Gedächtnisprotokoll freuen.

      Franziska Luschas

    • Betül schreibt:

      Hallo Frau Luschas,

      vielen lieben Dank für Ihre Erläuterung! Der Groschen ist gefallen :D

      Ich möchte mich ebenfalls für die tollen Materialien des “Orientierungspakets schriftliche Prüfung” bedanken. Dies
      war eine große Bereicherung für mich.

      Gerne schicke ich ihnen mein Gedächtnisprotokoll, sobald
      die Prüfung abgeschlossen ist.

      Liebe Grüße
      Betül

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