Die häufigsten 3 Fehler und Schwierigkeiten in der Heilpraktiker für Psychotherapie Praxis

HeilpraktikerErfolg-Durch-Echte-Selbsterfahrung-Zum-ErfolgAls sich meine allererste selbst zahlende Klientin nach der 2. Sitzung von mir verabschiedete, fühlte ich bereits, dass sie nicht mehr kommen würde.

Dabei war die Gesprächsatmosphäre gut, die Chemie hatte gepasst und ich wusste viel über diese Art von Störung.

Ich habe mich auch genau an den Ablauf gehalten, den ich aus meiner Ausbildung zur Psychotherapeutin und aus bekannten Standard-Lehrbüchern her kannte.

Damit glaubte ich, auf der sicheren Seite zu sein.

Warum also wollte meine Klientin sang- und klanglos nicht mehr weitermachen?

Ein typischer Anfängerfehler bei Therapeuten

Zunächst erstellte ich mit Ihr ca. 1 Stunde lang eine ausführliche Anamnese (weil man das ja so macht). Die zusätzlichen 30 Minuten, die ich dafür benötigte, stellte ich meiner Klientin selbstverständlich nicht in Rechnung.

Als Hausaufgabe empfahl ich ihr 2 Ratgeber über Orgasmusstörungen und einige interessante Selbsthilfe Seiten im Internet.

Bereits eine Woche später erwartete ich meine Klientin freudestrahlend mit einem Stapel an Kopien mit Informationen zu sexuellen Funktionsstörungen, teilweise aus meiner Ausbildung, aus Fachzeitschriften und Fachbüchern.

Inzwischen hatte ich mich schlau gemacht. So dass ich ihr wertvolle Tipps und Empfehlungen geben konnte.

Nach ungefähr einer halben Stunde wollte meine Klientin wissen, woher denn so was kommt. Auch hier konnte ich sicher über die wichtigsten Theorien zur Entstehung von Orgasmusstörungen referieren.

Am Flip-Chart malte ich sogar in verhaltenstherapeutischer Manier ein SORKC-Schema auf. Ich war schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich so gut auskannte.

Die Zeit verging wie im Flug und schnell waren 100 Minuten rum. Ich hatte zwar volle 40 Minuten (unentgeltlich) überzogen, aber das war es wert. Ich war glücklich, wieder einem Menschen weitergeholfen zu haben.

Als mir die Dame am Ende der Sitzung etwas unsicher mitteilte, sie würde sich nach den Sommerferien wieder bei mir melden, nickte ich etwas irritiert. Denn ich wusste aus Gesprächen mit erfahrenen Kollegen, dass ich meine Klientin höchstwahrscheinlich nie mehr wieder sehen würde.

Ganz davon überzeugt war ich aber noch nicht, denn ich hatte meiner Meinung nach eine gute therapeutische Beziehung aufgebaut, das therapeutische Setting stimmte und die Informationen, die sie von mir erhielt, waren alle wissenschaftlich belegt.

Nachdem sich die Klientin nach 2 Monaten immer noch nicht gerührt hatte, grübelte ich noch lange über das warum nach, denn ich hatte doch alles richtig gemacht, oder?

Was können Sie tun, damit Ihre Klientin wieder kommt

Obwohl meine 1. Klientin viele Jahre zurückliegt, war es nicht das letzte Mal, dass Anrufer einfach nicht kamen oder sich die Selbstzahler nach der ersten bzw. zweiten Sitzung nicht mehr meldeten.

Und das war gut so, denn durch diese schmerzlichen Erfahrungen kam ich durch die Hilfe geeigneter Supervision darauf, bei mir selbst anzusetzen und mein eher lehrbuchmäßiges Praktizieren praktischer und klientenorientierter zu verändern.

Denn auch Therapeuten sind nur Menschen und damit fallibel (fehlbar).

Glücklicherweise ist aber nicht nur das Gehirn unserer Klienten plastisch, sondern auch unser eigenes ;) .

Die meisten Therapeuten sind also ebenfalls in der Lage, aus ihren Erfahrungen zu lernen. Allerdings können wir nur lösungsorientiert auf unserem PC (präfrontalen Cortex) zugreifen, wenn wir regelmäßig an uns selbst arbeiten, z.B. unter Supervision oder in Kursen mit echter Selbsterfahrung.

Konstruktives Lernen kann nicht funktionieren, wenn

  • Sie bspw. im Schwarz-Weiß- oder Perfektionismus-Modus gefangen sind.
  • Sie sich nach weniger gut laufenden Sitzungen selbst runter ziehen.
  • Sie versuchen, Ihre negativen Erfahrungen mit noch mehr (Was-) Wissen und Seminaren zu kompensieren.

Besser ist es, sich immer wieder kritisch und nicht perfektionistisch über die Schulter zu schauen. Zum Beispiel durch ein bewährtes Selbst-Coaching oder bei einem erfahrenen Coach. Dadurch lernen Sie schneller die wichtigen und richtigen Dinge und beschleunigen Ihre persönliche und therapeutische Entwicklung erheblich.

In meinem HeilpraktikerErfolg Trainingsvideo, weiter unten, erfahren Sie deshalb, was die 3 größten Schwierigkeiten vieler Heilpraktiker (Psychotherapie) sind und was Sie dagegen tun können.

HeilpraktikerErfolg Therapeuten Trainings Video – Häufige Fehler in der psychotherapeutischen Praxis

Nutzen Sie mein Praxiswissen, aus der Interaktion mit vielen Heilpraktikern (Psychotherapie) und Psychologischen Beratern, aus über Tausend Stunden Unterricht, Selbsterfahrung, Supervision und regelmäßigen Ausbildungen, um schmerzhafte Erfahrungen loszulassen und Ihre psychotherapeutische Vorgehensweise zu verbessern.

Ihre Klienten werden es Ihnen danken :-)

In diesem kostenlosen HeilpraktikerErfolg Trainings-Video erfahren Sie unter anderem,

  • was die 3 häufigsten Schwierigkeiten in der psychologischen Praxis, auf Therapeutenseite, sind.
  • warum die Anwendung von vielen unterschiedlichen Methoden und Techniken Ihren Klienten in der Regel nicht hilft.
  • warum Ihre Klientin von einer klugen und systematischen Wiederholung enorm profitiert.
  • wie die einseitige Suche nach möglichen Ursachen psychischer Störungen Sie vom erfolgreichen therapeutischen Arbeiten abhält.
  • warum Menschen psychologische Hilfe suchen und sich besser fühlen wollen.
  • was passieren kann, wenn Sie als Therapeut keine echte Selbsterfahrung durchlaufen.
  • warum therapeutisch arbeitende Menschen häufiger ins Burnout abrutschen.
  • die typischen Denkfehler von Therapeuten, wenn Sie gestresst sind.
  • was die Doppelte Aufgabenstellung für Heilpraktiker (Psychotherapie) und psych. Berater bedeutet.
  • warum die First Strategie, besonders für Therapeuten in der psychotherapeutischen Praxis, so wichtig ist.
  • und wo Sie als Therapeut bzw. Therapeutin ein gute kostenlose Selbsterfahrung bzw. Selbst-Coaching finden.

Um das Video zu starten, klicken Sie auf den Wiedergabeknopf oder auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren.

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Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie die 5-jährige Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf Kognitiver Verhaltenstherapie. Sie zeigt auf ihrer Selbsthilfe-Webseite anderen Menschen, wie sie wieder "Boss im Kopf" werden können. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich und unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Brigitte schreibt:

    Frau Luschas Bericht über die 3 häufigsten Fehler in der Heilpraktiker–Praxis lassen sich 1 zu 1 auf die Coaching-Praxis übertragen.

    Der Klient kommt in der Erwartung, dass er Unterstützung erfährt und möchte nicht mit Theorien über Coaching-Modelle und Coaching-Tools zugetextet werden.

    Im Coaching-Prozess ist es wie in der Therapie nicht förderlich von Technik zu Technik zu springen, in der Hoffnung, dass schon irgendetwas den gewünschten Effekt bringen wird.

    Ein weiterer wesentlicher Grund für Misserfolgs liegt in mangelnder Selbsterfahrung: Ein Coach, der sich nicht selbst schon mindestens einmal hat coachen lassen, der seine eigene Leidbewältigung noch nicht abgeschlossen und Frieden mit sich gefunden hat, der sich nicht klar darüber ist, wo er steht und wofür, wird sich schwer tun, eine erfolgreiche Coaching-Praxis zu führen.

    Erst die Fähigkeit zur Selbstreflexion, das Wissen um die eigenen Grenzen und die feste Verortung im Leben geben dem Coach die Möglichkeit, sich selbst zurückzunehmen, sich ganz auf den Klienten einzulassen, seine Wirklichkeit zu akzeptieren und sich authentisch echt und einfühlsam ganz dem Klienten zuzuwenden.

    Daher kommt es beim Coachenlernen vor allem auf die intensive Selbsterfahrung und Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit an.

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke für Ihren informativen Beitrag zur Coaching Praxis.

      Das Wichtigste dabei ist wohl – unabhängig, ob es sich um Coaches, Psychologische Berater oder Therapeuten handelt – den Worten Taten folgen zu lassen.

      Der Hirnforscher, Prof. Dr. Gerald Hüther, bringt es auf den Punkt: “Wir haben in unserer Gesellschaft kein Wissensproblem sondern ein Umsetzungsproblem”.

      Viele Grüße aus dem schönen Fürth

  2. Patrick schreibt:

    Hallo, Frau Luschas!!!

    Das Video ist sehr interessant! Sie sind sehr engagiert! Für mich ist es durchaus erfrischend, auch weitere Perspektiven (mal wieder) zu erfahren. Dafür habe ich ihr Video genutzt. Danke!

    Sie schneiden in ihrem Video sehr wichtige und besonders erwähnenswerte Themen an! Deshalb möchte ich es gerne auch anderen, vor allem neuen Therapeuten, aber auch ‘alten Hasen’ empfehlen. Gerade Anfänger werden die Fehler zwar trotzdem machen, wahrscheinlich aber schneller weiter kommen. Und die ‘alten Hasen’? Sie werde mal wieder aus ihren festgefahrenen Mustern erweckt, um mal wieder zu reflektieren: Wie arbeite ich? Wie ehrlich ist das, was ich vermitteln möchte? Sind die Ergebnisse entsprechend?

    Ihnen noch einen schönen Tag!!!

    Patrick

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo,

      danke für Ihren wertvollen Kommentar aus der Sicht eines erfahrenen Therapeuten.

      Gerade bei “alte Hasen” erlebe ich immer wieder, dass sie sich in ihren eingefahrenen Verhaltensmustern gemütlich eingerichtet haben.

      Ein kritischer Blick über die eigene Schulter, hinsichtlich Erfolg, Klientenfluktuation oder psychischer bzw. physischer Gesundheit, kann ein erster Schritt aus der gewohnten Komfortzone sein.

      Viele Grüße nach München