Die Psychotherapie Verfahren als Mindmap für die Prüfung zum Heilpraktiker nach HPG

Nach den Richtlinienverfahren bzw. klassischen Psychotherapieverfahren wird häufig in der Heilpraktiker Psychotherapie Überprüfung gefragt.

Das macht auch Sinn, weil Sie als HP Psychotherapie die wichtigsten Therapieformen kennen und zumindest über ein Verfahren gut Bescheid wissen sollten.

Wichtige Psychotherapie Verfahren für die HP Psych. Prüfung

  • Was die wichtigsten Merkmale der bekannten Psychotherapieverfahren sind sind, v.a. Klassische Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie und Gesprächstherapie (Klientenzentrierte Therapie).
  • Welche Begriffe zu welchem Therapieverfahren gehören (z.B. “Abwehr” zur Psychoanaylse, “Verhaltensanalyse nach dem SORKC-Schema” zur Verhaltenstherapie, “Selbstaktualisierung” zur Gesprächspsychotherapie).
  • Bei welchen psychischen Störungen welche typischen Methoden zur Anwendung kommen (z.B. Reizkonfronatation bei Angst, Kognitive Umstrukturierung bei Depressionen, EMDR bei Traumata, Strategien zur Impulskontrolle bei Bulimie)
  • Welche drei Therapeutenvariablen es nach Rogers (siehe Gesprächspsychotherapie bzw. Klientenzentrierte Therapie) gibt, nämlich: Empathie, Kongruenz und bedingungslose Wertschätzung.

In der mündlichen Überprüfung ist es außerdem wichtig, dass Sie sich mit einem gängigen Psychotherapieverfahren näher befasst haben bzw. “die Befähigung haben, Patienten entsprechend der Diagnose psychotherapeutisch zu behandeln” (Gesundheitsamt Ansbach).

Die Kognitive Verhaltenstherapie bietet beispielsweise eine logisch nachvollziehbare Vorgehensweise an und ist somit relativ leicht lern- und anwendbar.

Mein Hinweis für HeilpraktikerErfolg Leser

Weitergehende Informationen in Form von HP Psych. Prüfungswissen, Trainingsvideos, Mindmaps oder Handouts (PDF Dateien) stehen Ihnen ab hier als Teilnehmer unserer günstigen Onlinekurse zur Verfügung.

Wenn Sie die Inhalte hier nicht sehen, dann sind Sie entweder nicht angemeldet, nicht mehr angemeldet oder keine Onlinekurs Teilnehmerin.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Und mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de hilft sie tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

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Im Kommentarbereich, weiter unten, können Sie auch Ihre Fragen, Hinweise und Erfahrungsberichte hinterlassen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

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Kommentare

  1. Martina schreibt:

    Hallo Frau Luschas,
    danke für dieses ausgezeichnete Mindmap, wo Sie alles Wichtige komprimiert zur Orientierung und Lernraster angeben.
    Das ist wirklich hilfreich :-)
    Gruß aus dem durchwachsenen Allgäu

  2. Tabea schreibt:

    Liebe Frau Luschas,

    vielen Dank für Ihre ausführliche und sehr hilfreiche Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Tabea Hose

  3. Tabea schreibt:

    Hallo Frau Luschas,

    ich habe in den Prüfungsprotokollen für mein Prüfungsamt (Mainz) eine Frage gelesen, die ich nicht vollständig verstehe und leider auch via Internetrecherche nicht klären konnte.

    Und zwar lautet sie:

    Was tun, wenn bei der systematischen Desensibilisierung die Angst zurückkommt?

    Es wurde dann beschrieben, man müsse die Angsthierarchie noch einmal verwerfen und neu aufstellen.

    Ich erkläre mal, inwieweit ich das verstanden habe und wo ich noch ein wenig im Dunkeln stehe.

    Meines Wissens nach arbeitet die systemantische Desensibilisierung mit dem Prinzip der reziproken Hemmung und der klassischen Konditionierung, um die Entspannung mit dem eigentlich angstauslösenden Objekt zu verbinden. Dabei ist es wichtig sich stufenweise dem Objekt oder der Situation, vor dem/der man die meisten Angst hat, zu nähern – und zwar in einem entspannten Zustand.

    Das heißt also der Betroffene lernt ein Entspannungsverfahren und man stellt gemeinsam eine Angsthierarchie mit mehreren Stufen(vielleicht zehn)auf. Dabei steht eine Situation, in der man eine leichte Unruhe, aber noch keine wirkliche Angst empfindet unten. Dann folgt eine etwas stärker mit Angst besetzte Situation usw. bis auf Stufe zehn dann die Situation der höchsten Angst steht.

    Meiner Meinung nach müsste es so sein, dass der Klient überhaupt keine Angst empfindet beim Erklimmen der Stufen, da er sich in einem konsequent entspannten Zustand befindet.

    Wo kann denn jetzt hier die Angst überhaupt “wieder auftreten”?

    Ist damit gemeint, dass sie vielleicht auf Stufe 7 plötzlich auftritt, weil der Schritt zwischen 6 und 7 zu groß gewählt wurde und die Entspannungstiefe somit nicht ausreicht, um die Angstreaktion reziprok zu hemmen?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank im Voraus,

    Tabea Hose

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Frau Hose,

      den Prozess der systematischen Desensibilisierung haben Sie bereits anschaulich erklärt :-)

      Die Angsthierarchie im Rahmen der systematischen Desensibilisierung ist teilweise sehr fein abgestuft (z.B. Skala von 0-100) und sollte individuell auf den Klienten (Patienten) zugeschnitten sein.

      Wenn der angstauslösende Reiz der vorangegangenen Stufe keine negativen Reaktionen mehr auslöst, bedeutet das nicht automatisch, dass der Klient beim Aussetzen des nächsthöheren Angstreizes vollkommen entspannt ist.

      Woran das liegen kann, haben Sie bereits nachvollziehbar in Ihrer Frage beantwortet.

      Wenn es dem Klienten nicht gelingt, sich eine Szene angstfrei vorzustellen oder eine Szene stärkere Angstreaktionen auslöst, dann hat es sich bewährt, zur nächst schwächeren Szene zurückzugehen oder aber eine neue Szenbeschreibung vorzunehmen, die weniger angstauslösend ist. Mit dieser wird dann zunächst bis zur Angstfreiheit weitergeübt.

      Außerdem sind Erfolgsaussichten umso größer, je umschriebener (d.h. möglichst genau und verständlich beschrieben) der angstauslösende Reiz ist. Für das Einüben der richtigen Entspannungsmethode solte außerdem genügend Zeit eingeplant werden. Die Entspanung muss nachweislich wirken.

      Auch ist die systematische Desensibilisierung zum Beispiel weniger bei komplexen Störungen wie Agoraphobie oder Ängsten im Zusammenhang mit Depression geeignet.

      Nicht erfolgreiche Desensibilisierungsversuche können unter Umständen dazu führen, dass die phobische Reaktion vor dem angstauslösende Reiz verstärkt wird. Deshalb sollte hier mit äußerster Sorgfalt und Erfahrung gearbeitet werden.

      M. Linden geht im Buch “Verhaltenstherapiemanual (4. Auflage) von Linden und Hautzinger, unter dem Kapitel “Systematische Desensibilisierung” nochmals auf häufige Fehler bzw. Probleme bei der systematischen Desensiblisierung ein:

      “Das größte Problem bei der Durchführung einer systematischen Desensibilisierung ist die Ungeduld des Therpeuten und mehr noch des Therapeuten. Diese Technik setzt viel Geduld voraus. Es ist kontroproduktiv, den Fortschritt von einer zur nächsten Visualiserung forcieren zu wollen. Zurückhaltend sollte auch mit unkontrollierten Expositionen zwischen den Therapiestunden umgegangen werden. Patienten sind von ‘Mutprobem’ abzuhalten. Die Aufgabe des Therapeuten ist, das Voranschreiten zu retardieren und ausschließlich von der vegetativen Reaktion auf die Präsentation einer Visualisierung abhängig zu machen.”

      Ein weiterhin spannendes Lernen wünscht

      Franziska Luschas