Einführung in die Lösungsorientierte Beratung 2: Beziehungstypen, Wunderfrage und Ziele

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Ein Klient, der sich aus eigenem Antrieb weiterentwickeln möchte, weil er seinen Anteil an seinen Problemen sieht, ist der Traum vieler Psychotherapeuten.

In der lösungsorientierten Beratung spricht man hier auch vom sogenannten Kunden, einem Menschen, der sein Problem nicht nur wahrnimmt, sondern auch seine eigenen Anteile daran erkennt und diese eigenverantwortlich verändern möchte.

Der Kunde in der Heilpraktiker Psychotherapie Praxis

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Beziehungstyp “Kunde” in der Selbstzahlerpraxis relativ häufig vorkommt.

In der Regel hat “der Kunde” schon vor der Therapie bzw. Beratung nach Lösungen gesucht. Er hat ein klares Ziel vor Augen und ist intrinsisch (von sich aus) motiviert mitzuarbeiten, damit sich sein Selbstbild, seine Beziehungen bzw. sein Leben positiv verändern.

Ich kann mich zum Beispiel an einen jungen Manager erinnern, der Angst hatte, die falsche Entscheidung zu treffen. Oftmals sind es auch Beziehungsprobleme mit dem Partner, mit Kollegen, Vorgesetzten oder mit den eigenen Kindern bzw. (Schwieger-) Eltern, weswegen Menschen professionelle Hilfe suchen.

Wie viele andere Menschen, haben sie gelernt, sich auf ihre Probleme zu fokussieren.

Aber wie Albert Einstein bereits wusste, “[...] kann man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind”.

Viele meiner Klienten reagieren oftmals positiv überrascht, wenn ich sie danach frage, was sie erreichen möchten und wie ihr Leben nach einer erfolgreichen Beratung (Therapie) denn genau aussehen würde.

Oftmals ist es das erste Mal, dass sie sich ihr Leben ohne ihr Problem vorstellen.

Das ist für viele “Kunden” ziemlich ungewohnt und oftmals anstrengend.

Vom Problem zur Lösung oder die Wunderfrage

Auch stelle ich immer wieder fest, dass Klienten, die wegen ihres Problems zu mir kommen, zumindest schon eine leise Ahnung von der Lösung ihres Problems haben.

Wie das, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen?

Dazu möchte ich Sie zu einem kleinen Experiment einladen.

Stellen Sie sich bitte ein persönliches  Problem vor. Woher wissen Sie eigentlich, dass es ein Problem ist?

Wahrscheinlich, weil Sie darunter leiden. Leiden entsteht aber vor allem dadurch, dass Ihre problematische Ist-Situation von dem erwünschten Soll-Zustand mehr oder weniger stark abweicht.

Sie müssen also schon eine Vorstellung von einem Leben ohne Ihr Problem haben.

Die gute Nachricht ist, dass Sie bereits alle Fähigkeiten und Ressourcen besitzen, um zum gewünschten Ziel zu gelangen.

Und das gilt natürlich auch für Ihre Selbstzahler.

Mit geeigneten Fragen helfen Sie Ihren Klienten als als lösungsorientierte Berater bzw. Therapeut dabei, die eigenen Stärken und Lösungsstrategien zu erkennen und zutage zu fördern :-)

Einführung in die Lösungsorientierte Beratung Teil 2

In diesem kostenlosen HeilpraktikerErfolg Video zur Einführung in die Lösungsorientierte Beratung bzw. Therapie erfahren Sie,

  • welche Beziehungstypen es gibt.
  • typische Beispiele für einen Besucher in der Lösungsorientierten Beratung.
  • am Beispiel einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung wie der Beziehungstyp “Klagender” aussehen kann.
  • dass der Beziehungstyp “Kunde” in der Selbstzahlerpraxis relativ häufig auftaucht.   
  • dass die Ziele in der Lösungsorientierten Beratung positiv, konkret, realistisch, eigenverantwortlich (selbstwirksam) formuliert werden.
  • dass eine lösungsfokussierte Sprache auf unser Denken, Fühlen und Verhalten zurückwirkt.
  • wie die Wunderfrage (nach Steve de Shazer) gestellt wird.

Um das Video zu starten, klicken Sie auf den Wiedergabeknopf oder auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren.

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Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Bettina Baumann schreibt:

    Auf die Sprache zu achten, ist wirklich sehr wichtig, weil schon zwischen den Zeilen viel Information steckt. Z.B. drücken sich hier Ängste und Befürchtungen aus, die der Klient konkret nicht formulieren würde, teilweise auch, weil sie ihm nicht bewusst sind.

    Die Aussage: “Hoffentlich werde ich nicht krank!” ist ein gutes Beispiel für die Angst vor Krankheit.

    Danke für Dein informatives Video!

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke auch für deinen Kommentar :-)

      Nicht nur die Klienten drücken sich häufig problemorientiert aus, sondern auch viele Heilpraktiker für Psychotherapie, Psychologische Berater oder andere Therapeuten.

      In unseren Seminaren zur Lösungsorientierten Beratung stelle ich spätestens in den Klein-Gruppenübungen immer wieder fest, dass den Therapeuten bzw. Berater eine lösungsorientierte Sprache (noch) sehr schwer fällt.

      Viele Heilpraktiker (Psychotherapie), Psychologische Psychotherapeuten oder Psychologen lernen in ihren Aus- und Weiterbildungen zum großen Teil Psychotherapiemethoden, die stark problemfokussiert sind.

      Dabei dreht sich alles um die Diagnose, dem sogenannten Problem. Das zeigt sich zum Beispiel in einer ausführlichen problemorientierten Anamnese, der Problemanalyse und einer psychologischen Testdiagnostik, die in der Regel auf die Art und Schwere der Defizite abzielt.