Heilpraktiker Psychotherapie Prüfung: Selbst induziertes Erbrechen bei der Anorexia nervosa

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Nach meinen Erfahrungen mit vielen Kursteilnehmern in den letzten Jahren ist mir immer wieder aufgefallen, dass WAS Wissen (also reines inhaltliches Lehrbuchwissen) in aller Regel nicht ausreicht, um die mitunter anspruchsvolle Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie erfolgreich zu bestehen.

Sie sollten vor allem auch in der Lage sein, wichtige Zusammenhänge zwischen den einzelnen Lernthemen zu erkennen und so zu verknüpfen, dass Sie Ihr Wissen auch anhand eines komplexen Fallbeispiels anwenden (= Transfer- bzw. Anwendungswissen) können.

Mit reinem Auswendiglernen kommen Sie da erfahrungsgemäß nicht weit …

Aus diesem Grund habe ich diejenigen Original Prüfungsfragen verständlich und praxisnah erklärt,  bei denen viele angehende Heilpraktiker für Psychotherapie, in ihrer Vorbereitung zur schriftlichen Überprüfung, die meisten Schwierigkeiten berichteten. 

Ausgewählte Fragen aus der schriftlichen Heilpraktikerprüfung Psychotherapie Oktober 2008 (A)

Zu den Prüfungsfragen 2, 9, 10, 15 und 27 gebe ich praktische Hinweise und wertvolle Tipps zum systematischen Beantworten.

Dabei handelt es sich um die folgenden Lernthemen:

  • Demenz
  • Abwehrmechanismen
  • schizoaffektive Störung
  • Anorexia Nervosa
  • Psychotherapieverfahren

Frage 15: Zur Anorexia nervosa gehören folgende Symptome:

Aussage 4: Selbst induziertes Erbrechen

Viele Prüflinge glauben, dass nur Bulimikerinnen erbrechen. Das stimmt nicht.

Unter F50.0 (Anorexia nervosa) gehört das selbst induzierte Erbrechenzu den diagnostischen Leitlinien.

In der ICD-10 finden Sie ferner unter F50.01 die bulimische Form der Anorexie, in der die Betroffenen aktiv, z.B. durch Erbrechen oder Abführen, eine Gewichtsabnahme anstreben.

Fragen zur Anorexie finden sich in den bisherigen schriftlichen Prüfungen regelmäßig. Deshalb mein Tipp: Prägen Sie sich die diagnostischen Leitlinien (nach ICD-10) zur Anorexie und auch zur Bulimie genau ein!

Mein Hinweis für HeilpraktikerErfolg Leser

Weitergehende Informationen in Form von HP Psych. Prüfungswissen, Trainingsvideos, Mindmaps oder Handouts (PDF Dateien) stehen Ihnen ab hier als Teilnehmer unserer günstigen Onlinekurse zur Verfügung.

Wenn Sie die Inhalte hier nicht sehen, dann sind Sie entweder nicht angemeldet, nicht mehr angemeldet oder keine Onlinekurs Teilnehmerin.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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Kommentare

  1. Thilo schreibt:

    Hallo Frau Luschas,
    mir ist in der Frage 25 die Einordnung des Schmerzverhaltens der Patientin als “Primäre Verstärkung” nicht ganz klar. Will sie dadurch die Zuwendung des Behandlers erreichen??

    Danke für Ihre Antwort und
    schöne Grüße

    Thilo C.

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Thilo,

      primäre (angeborene) Verstärker werden in der Verhaltenstherapie als diejenigen Verstärker bezeichnet, die die Grundbedürfnisse des Menschen nach Essen, Trinken, Bewegung oder Sexualität befriedigen.

      Menschen reagieren auf primäre Verstärker quasi ab der Geburt und müssen nicht erst erlernt werden.

      Sekundäre Verstärker hingegen werden erst durch Erfahrung erworben. Sie übernehmen die Eigenschaften primärer Verstärker durch zeitliche oder räumliche Kopplungen mit ihnen (operante Konditionierung).

      Beispiele für sekundäre Verstärker können Geld oder Tokens (Tauschmittel, wie Chips, Punkte, Smileys, Murmeln) sein, aber auch Lob, Erlaubnis, Noten oder Aufmerksamkeit.

      Zum Fallbeispiel der Frage 25, Prüfung Oktober 2008

      Die 25-jährige Frau erhält durch ihr hilfesuchendes Verhalten vermehrt Aufmerksamkeit und erfährt eine Entlastung im Haushalt.

      Meiner Meinung nach müsste es in der Aussage C) anstatt primäre Verstärkung sekundäre Verstärkung heißen.

      Weil es sich hierbei jedoch um eine Einfachauswahl handelt, ist Aussage C am ehesten zutreffend.

      Nach meinen Erfahrungen sind die HPP Prüfungsfragen und Aussagen in den letzten Jahren zunehmend klarer geworden :-)

    • Thilo schreibt:

      Hallo Franziska, vielen Dank für die Antwort!!!
      Thilo