Heilpraktiker Psychotherapie Prüfung: Unterschied primäre und sekundäre Enuresis

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Nach meinen Erfahrungen mit vielen Kursteilnehmern in den letzten Jahren ist mir immer wieder aufgefallen, dass WAS Wissen (also reines inhaltliches Lehrbuchwissen) in aller Regel nicht ausreicht, um die mitunter anspruchsvolle Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie erfolgreich zu bestehen.

Sie sollten vor allem auch in der Lage sein, wichtige Zusammenhänge zwischen den einzelnen Lernthemen zu erkennen und so zu verknüpfen, dass Sie Ihr Wissen auch anhand eines komplexen Fallbeispiels anwenden (= Transfer- bzw. Anwendungswissen) können.

Mit reinem Auswendiglernen kommen Sie da erfahrungsgemäß nicht weit …

Aus diesem Grund habe ich diejenigen Original Prüfungsfragen verständlich und praxisnah erklärt, bei denen viele angehende Heilpraktiker für Psychotherapie, in ihrer Vorbereitung zur schriftlichen Überprüfung, die meisten Schwierigkeiten berichteten.

Ausgewählte Fragen aus der schriftlichen Heilpraktikerprüfung Psychotherapie März 2008 (A)

Zu den Prüfungsfragen 1, 4, 6, 9, 10, 13, 17 und 27 gebe ich praktische Hinweise und wertvolle Tipps zum systematischen Beantworten.

Dabei handelt es sich um die folgenden Lernthemen:

  • Differentialdiagnose von Tic-Störungen
  • anankastische (zwanghafte) Persönlichkeit (nach ICD-10)
  • chronischer Opiatkonsum (Drogenkonsument)
  • hebephrene Schizophrenie
  • Komplikationen bzw. Symptome bei einer Anorxia nervosa
  • Panikstörung (“episodisch paroxysmale Angst”)
  • Suizid
  • primäre Enuresis

Frage 27: Welche Aussagen zur primären Enuresis treffen zu?

A) Nach bereits erworbener Blasenkontrolle über 6 Monate tritt wieder Einnässen auf

Wenn das Kind schon mal trocken war und beispielsweise durch ein belastendes Lebensereignis, wie Geburt eines Geschwisterkindes, Tod eines Familienmitgliedes, Trennung oder Umzug, wieder einnässt, dann spricht man von sekundärer Enuresis. Eine primäre Enuresis besteht von Geburt an. Deshalb stimmt A) nicht.

D) Der Verlauf zeigt eine hohe Spontanheilungsrate

Die primäre Enuresis hat eine gute Prognose. Laut bisherigen Daten liegt die Spontanheilungsrate jährlich bei 15% bis zur Pubertät. Damit stimmt die Aussage D.

Mein Hinweis für HeilpraktikerErfolg Leser

Weitergehende Informationen in Form von HP Psych. Prüfungswissen, Trainingsvideos, Mindmaps oder Handouts (PDF Dateien) stehen Ihnen ab hier als Teilnehmer unserer günstigen Onlinekurse zur Verfügung.

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Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

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Kommentare

  1. Michael schreibt:

    Hallo Frau Luschas

    Ich habe eine Frage zur Prüfung März 2008 Gruppe A

    Zu Frage 8
    Aussagekombination
    Bei welchen der folgenden Medikamentengruppen ist bei regelmäßiger Einnahme mit einer Abhängigkeit zu rechnen?
    1. Bei Morphinpräparaten
    2. Bei Antidepressiva
    3. Bei Codeinpräparaten
    4. Bei Tranquilizern
    5. Bei Neuroleptika

    Ich habe die Antwort E gegeben also jede Substanz die aufgelistet ist, führt nach längerem Gebrauch oder Einnahme zur “Abhängigkeit”.
    Viele Patienten die ich in den mehr als 15 Jahren als Co Therapeut betreut habe, gaben “ähnliche” Beschreibungen ab die als “Abhängig” deklariert sind.Was fehlte war das “unstillbare Verlangen” nach der Substanz.
    Meine Frage: Muss der Begriff der sogenannten Abhängigkeit weiter gefasst werden, wenn zum Beispiel die Toleranzbildung bei Neuroleptika / Antidepressiva hinzugezogen werden soll? Der Begriff der “Gewöhnung” kommt dazu und auch Symptome wenn das Präparat abrupt abgesetzt wird.
    Ein Artikel hierzu http://www.antipsychiatrieverlag.de/artikel/gesundheit/rez-ver.htm
    Bestimmt die “Pharmaindustrie” über die Begrifflichkeit der Abhängigkeit?

    Ich freue mich auf ihre Antwort

    Liebe Grüße

    Michael Springer

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Herr Springer,

      nach dem gängigen Lehrbuchwissen machen typische Antidepressiva und Neuroleptika nicht abhängig.

      Gerade im Rahmen der Prüfungsvorbereitung empfehle ich Ihnen, sich nicht in irgendwelche (Fach-)Diskussionen zu verstricken, so interessant das auch sein mag.

      Denn insb. auch in der mündlichen Prüfung könnte sich das als wenig nützlich erweisen.

      Mein Tipp:

      Lernen Sie die Kriterien für Abhängigkeit nach ICD-10.

      Weiterhin ein spannendes Lernen und viel Erfolg für Ihre Prüfung.

  2. Kathrin schreibt:

    Hallo Frau Luschas

    Eine Frage zur Prüfung März 2008 Frage 6 bzw.der Antwort
    Im Handout für psychotrophe Substanzen steht bei Opiaten Diarrhoe als körperliches Merkmal dabei.
    wie habe ich das einzuordnen?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Kathrin,

      bei den Störungen durch psychotrope Substanzen ist es wichtig, dass Sie die (akute) Intoxikation vom Entzugssyndrom unterscheiden.

      Symptome einer Opiat-Intoxikation sind beispeilsweise Koma, Atemdepression und Miosis (Pupillenverengung), Tremor, Bradykardie oder Obstipation.

      Beim Opiat-Entzugssyndrom hingegen zeigen sich v.a. Unruhe, Schlaflosigkeit, Mydriasis (Pupillenerweiterung) , Muskelschmerzen, Temperatur- und Blutdrucksteigerung, Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen.

      Der Überblick (siehe Handout) über die Wirkungen der verschiedenen Substanzgruppen unterscheidet ebenfalls zwischen Intoxikation und Entzugssymptomen.

      Ich empfehle Ihnen unbedingt, die wichtigen Wirkungen von Drogen in einem guten Standard-Lehrbuch Ihrer Wahl im Detail nachzulesen.

      Viele Grüße

      Franziska Luschas