Mehr Sicherheit, Struktur und Effizienz für die erfolgreiche Heilpraktiker Psychotherapie Praxis

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Ein guter Psychotherapeut ist immer nett und hört aufmerksam zu. Er kennt die Ursache für meine Probleme und weiß auf alle Fragen eine Antwort. Außerdem sagt er mir genau, was ich tun soll.

Das zumindest glauben viele Menschen und auch mancher Psychotherapeut ist davon überzeugt.

Wie Sie sich vielleicht denken können, sind da Enttäuschung auf der Patientenseite bzw. Erschöpfung und Frustration auf der Therapeutenseite oftmals schon vorprogrammiert.

Die Klientin kam nach der 1. Sitzung nicht wieder

Gerade in der (Heilpraktiker) Selbstzahler Praxis kommt das gar nicht so selten vor.

Und ich meine damit nicht, dass diese eine Sitzung so erfolgreich war, dass der Klient keine weitere Therapie mehr benötigt ;-)

Als ehemalige Kauffrau und Betriebswirtin interessiert mich vor allem, ob und wie der Klient von vorangegangener Psychotherapie profitiert hat.

Ich erinnere mich, wie sich einmal eine empörte selbstzahlende Geschäftsfrau über Ihre ehemalige Therapeutin beklagte: “Wenn ich das Geld für meinen Frisör ausgegeben hätte, hätte ich mehr davon gehabt!”

Auch von ehemaligen Kassenpatienten höre ich immer wieder: “Die Psychologin war schon nett, aber weitergeholfen hat sie mir nicht wirklich.”

Was läuft da schief?

Nette Psychotherapeuten ohne Plan und Struktur

In vielen Psychotherapieausbildungen wird zwar viel Zeit auf die “richtige” Gesprächsführung verwendet. Struktur, Authentizität oder Effizienz spielen hingegen so gut wie keine Rolle.

Häufig werden Rogers drei therapeutische Grundhaltungen Wertschätzung, Empathie und Echtheit als „immer freundlich sein“, mit dem daraus resultierenden Verhalten, missinterpretiert.

In der (psycho-) therapeutischen Praxis sieht dieses „immer nett sein“ vereinfacht in etwa so aus:

Die Klientin kommt mit ihrem Problem und erzählt ihre “Geschichte”, häufig zum zigsten Mal. Die Therapeutin drückt ihre Betroffenheit aus, indem sie mit ernster Miene zustimmend nickt.

Wer schon einmal Klienten hatte, weiß wie schnell so eine reine “Erzähl”-Stunde vorbei geht.

Am Ende der Stunde fühlt sich die Klientin bestenfalls (kurzfristig – das SORKC-Modell lässt grüßen) erleichtert, das Problem ist jedoch durch ‘das Drüber reden’ nicht einfach verschwunden.

Therapeuten geht es mit dieser Vorgehensweise aber auch nicht viel besser. Nicht selten fühlen sie sich erschöpft,  hilflos oder gereizt.

Es geht um Ihren zahlenden Klienten

Neben der falsch verstandenen Empathie spielt in der Heilpraktiker (Psychotherapie) Praxis ein weiterer – häufig unterschätzter – Faktor eine wichtige Rolle.

Der Klient zahlt seine Psychotherapie in der Regel aus eigener Tasche!

Diese sogenannten Selbstzahler erwarten für ihr (oftmals hartverdientes) Geld natürlich eine entsprechende Gegenleistung. Dazu gehört zwar auch das aktive Zuhören, aber eben nicht nur.

Und schon höre ich die ängstlichen Stimmen einiger Supervisanden:

“Aber wenn ich keine Rücksicht auf meinen Klienten nehme, dann wird er erst recht nicht mehr kommen.”

Wenn dieser Gedanke ebenfalls gerade in Ihnen hochkommt, dann könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Sie gerade in einem wenig zielführenden “Entweder-oder-Denkmodus” feststecken.

Die Kognitive Therapie spricht hier auch von dysfunktionalem dichotomen Denken in Alles- oder Nichts-Kategorien (siehe dazu A. Ellis, A. Beck :-) ).

Beginnen Sie deshalb Ihren Klienten sowohl wertschätzend, offen, echt und interessiert als auch (= Zauberwort) Struktur- bzw. Stabilität gebend bzw. Grenzen setzend (siehe auch “Reparenting” = korrigierendes emotionales Erleben) zu begegnen.

Einerseits fällt es Ihnen dadurch leichter, Ihre Sitzung vernünftig zu strukturieren. Andererseits lernt Ihr Klient – an Ihnen als Modell – ebenfalls eher in sowohl-als auch-Kategorien zu denken.

Damit Ihr Klient wiederkommt

Für viele Klienten ist es häufig ungewohnt, dass eine Psychotherapie Sitzung in bewährten und logisch nachvollziehbaren Schritten abläuft. 

Wenn Sie bedenken, dass Psychotherapie für viele Menschen häufig immer noch  mit viel Scham und Unsicherheit verbunden ist, dann wirkt ein kompetentes, authentisches und strukturiertes therapeutisches Auftreten oftmals bereits erleichternd auf den Klienten.

Zusätzlich beziehen Sie Ihren Klienten aktiv in den therapeutischen Prozess mit ein, was auch seiner Selbstwirksamkeit zugute kommt.

HeilpraktikerErfolg - Moderne Integrative Psychotherapie Praktisch gemacht - LuschasDas fördert wiederum Vertrauen, Hoffnung und motiviert zur aktiven Mitarbeit, alles gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Psychotherapie :-)

Beispielsweise lasse ich  mir zu Beginn der Stunde zunächst die aktuellen Probleme schildern, führe dann mit dem Klienten gemeinsam eine wirksame Entspannungsübung durch. Dadurch erhält er wieder Zugriff auf seinen PC (präfrontalen Cortex) und wir können die Stunde konstruktiv und effizient nutzen.

Durch diese bewährte Vorgehensweise sind Fortschritte deutlicher erkennbar, weshalb Ihre selbstzahlenden Klienten dann auch gerne wiederkommen.

Bewährte Struktur für Ihre psychologische Praxis

1. Am Telefon

Bereits am Telefon weise ich auf mein Motto hin “Von nix kommt nix“, d.h., ich vermittle dem Interessenten, dass sich nach meiner Erfahrung sein Zustand umso schneller und nachhaltiger verbessert, je sorgfältiger und regelmäßiger er mitarbeitet.

Und dazu gehören eben auch regelmäßige Hausaufgaben, wie Bibliotherapie (= ein hilfreiches themenbezogenes  Selbsthilfebuch durcharbeiten) oder Entspannungsübungen bzw. Verhaltenstests im Alltag.

Bis zum Erstgespräch empfehle ich, je nach Länge der Wartezeit, das Buch von Wolf & Merkle: “Gefühle verstehen. Probleme bewältigen” zu lesen und sich dazu Stichpunkte sowie Fragen zu notieren.

Durch die vielen nachvollziehbaren Alltagsbeispiele in diesem Buch fühlt sich die Klientin nicht nur direkt angesprochen, sondern sie erkennt auch immer besser den Zusammenhang zwischen Denken und Fühlen, eine wichtige Voraussetzung für die nachfolgende Kognitive Umstrukturierung.

Das spart wertvolle Therapiezeit und schont den Geldbeutel der Kundin, die im Gegenzug praktisch gemachtes psychologisches Wissen vermittelt bekommt, eher weiß, was auf sie zukommt und dadurch motivierter für Veränderung ist, was letztendlich den wichtigen Selbstwirksamkeitsaspekt (dazu auch Prof. Gerald Hüther aus der aktuellen Hirnforschung) fördert. 

Zusätzlich stelle ich meinen neuen Klienten auch immer die Frage: „Was konkret möchten Sie erreichen?“

Damit lenke ich die Aufmerksamkeit des Interessenten schon vor der ersten Sitzung in eine lösungsorientierte Richtung. Umso typischer und konkreter hierbei die Beispiele des Klienten sind, desto zielgerichteter können wir in den nachfolgenden Sitzungen an der Lösung arbeiten.

2. Während der Sitzungen

Der folgende flexibel anwendbare rote Faden leistet mir für die Strukturierung meiner Sitzungen nach wie vor wertvolle Dienste:

  1. Hausaufgaben und aktuelle Erlebnisse (kurz) besprechen
  2. Im Vordergrund stehende Emotionen (“äußere” Gefühle) sofort bearbeiten (z.B. mithilfe der X Prozess Grundtechnik)
  3. Die damit verbundenen (“inneren Gefühle”) bzw. Erlebnisse (die in i.d.R. durch 2. erinnert werden) sanft und sicher mit Dialog Technik bearbeiten
  4. Ressourcenarbeit bzw. heilsame Imaginations- und Integrationsarbeit
  5. Kurze Zusammenfassung der Stunde und Hausaufgaben für nächste Sitzung festlegen

Besonders, wenn sich Ihr Klient in einem emotionalen Ausnahmezustand befindet, hat es sich immer wieder bewährt, wenn die Punkte 2 und 4 fester Bestandteil jeder Sitzung sind.

3. Hilfreiche Übungen für zu Hause

Hier empfehle ich einige – auf den Klienten zugeschnittene – Selbsthilfe Beiträge auf meiner Webseite BossImKopf.de.

Je nach Entwicklungsstand gebe ich meinem Klienten sofort umsetzbare Handlungsschritte an die Hand, mit denen er das Gelernte in seinen Alltag systematisch einüben bzw. vertiefen kann.

Beispielsweise finden Sie auf BossImKopf.de ein kostenloses Selbst-Coaching mit Gedanken- bzw. Gefühls-Protokollen, Arbeitsblättern zur Kognitiven Umstrukturierung, Videos mit praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, gute Selbsthilfebücher Empfehlungen und nützliche Psychologie Tipps.

Sind Sie Ihr Geld wert?

Das Motto „Von nix kommt nix“ gilt natürlich auch für mich als Rollenmodell für viele meiner Klienten und so verlasse ich ebenfalls meine Komfortzone, indem ich regelmäßig Techniken aus anderen wirksamen Therapierichtungen in meiner Praxis teste.

Wenn ich merke, dass ich dadurch noch schneller dauerhafte Ergebnisse bei meinen Klienten erziele, teste und integriere ich diese  bewährte Methoden zu einem synergetischen Therapie Prozess. 

Beispielsweise verwende ich bewährte Strategien aus der Lösungsorientierten Kurzzeittherapie, Hypnose, Körperorientierten Psychotherapie oder der Achtsamkeitsbsasierten Therapie, deren Wirksamkeit zunehmend auch von aktuellen Hirnforschung belegt werden.

Selbstverständlich steht es einem jeden (Verhaltens-)Therapeuten frei, sich in der üblichen weitverbreiteten Herangehensweise stundenlang hinter detaillierter Anamnese, Psychoedukation, Problemanalyse oder ausführlicher Testdiagnostik zu verschanzen.

Ob das ethisch, effizient und im Sinne des selbstzahlenden Klienten ist, scheint eine andere Frage zu sein.

In den letzten Jahren bin ich auch immer wieder Psychotherapeuten begegnet, die hartnäckig in ihrer Komfortzone ausharren, oftmals nach dem Motto: “Ich tue dir nichts und du tust mir nichts.”

Überspitzt formuliert sieht das dann so aus: Man lässt den Patienten einfach mal erzählen und sorgt dafür, dass er sich nicht zu schlecht fühlt oder sich gar aufregt.

Um solche Fallen zu umgehen, stelle ich mir auch heute noch, nach fast jeder Stunde, die einfache und nützliche Frage: “War ich mein Geld wert?”

Insbesondere als junge Therapeutin musste ich darauf – mehr als  mir lieb war – mit “Nein” antworten.

Heute nach über 6.890 Praxisstunden Erfahrung mit Hunderten von Klienten und einer bewährten, modernen und wissenschaftlich überprüften und belegten Therapiestruktur (= positiv und praktisch gemachte Kognitive Verhaltenstherapie) an der Hand, kann ich diese Frage mit einem zufriedenen “JA” beantworten :-)

Zum Schluss möchte ich der Vollständigkeit halber noch hinzufügen, dass der Therapieerfolg nicht nur von der therapeutischen Einstellung oder einer guten Struktur abhängt, sondern zum Beispiel auch von wichtigen Erfolgs-Prinzipien, z.B. den BIG WHY und Best-Praktiken, z.B. der Musterunterbrechung durch den X Prozess aus der von mir empfohlenen integrativen (inkl. positiv bzw. lösungsorientierten) Kognitiven Verhaltenstherapie.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Die große, integrative Kognitive Verhaltenstherapie Ausbildung für Heilpraktiker Psychotherapie und Psychologische Berater.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Carolin schreibt:

    Liebe Frau Luschas,
    danke für Ihre wertvollen Hinweise auf Ihren Seiten. Sie waren mir in der Prüfungsvorbereitung eine gute Unterstützung und auch jetzt (mit Zertifikat in der Tasche) klicke ich gerne hinein.
    Zum Thema “in eigener Praxis” arbeiten, bin ich auf der Suche nach einem guten Leitfaden für die ersten Schritte.
    Geeignete Räumlichkeiten habe ich, Klienten klopfen schon an. Nun wäre wichtig für mich zu klären:

    welche formalen Schritte ich einleiten muss, um offiziell starten zu können.

    Und: Muss ich entscheiden, ob ich eine Selbstzahler- oder Kassenpraxis eröffne? Oder genügt es, gemeldet zu sein und entscheidet sich dann je nach Klient?

    Muss ich in der Buchhaltung/Steuererklärung diese beiden Klientengruppen unterscheiden?

    Welche Kriterien müssen erfüllt sein (bei mir und dem Klienten), damit seine Sitzungen von der KK übernommen werden?

    Ich merke beim Schreiben, dass immer mehr Fragen aufkommen. Deshalb lasse ich es jetzt mal bei diesen Beispielen.
    Gibt es eine gute Quelle für derlei Informationen? Ich arbeite in Bayern.

    Ich danke Ihnen!!

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Carolin,

      ich freue mich, dass Sie meine kostenlosen und praktisch gemachten HeilpraktikerErfolg Inhalte für Heilpraktiker Psychotherapie nutzen können :-)

      Aus zeitlichen Gründen kann ich Ihre nachvollziehbaren, aber komplexen Fragen, nicht beantworten.

      Antworten für HP Psychotherapie (nach HPG) Praxis geben wir beispielsweise in unserer integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie Ausbildung, speziell für die erfolgreiche Arbeit mit selbszahlenden Klienten.

      Zu diesem Thema kann ich Ihnen auch den folgenden Beitrag, Warum Heilpraktiker (Psychotherapie) i.d.R. nicht mit der Krankenkasse abrechnen können, empfehlen.

      Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg mit Ihren Klienten.

      Franziska Luschas