Psychoedukation in der Kognitiven Verhaltenstherapie – Was ist Schwarz Weiß Denken?

Unabhängig, ob es sich um Angst, Depression oder einen Zwang handelt, ein Denkfehler (vgl. Aaron Beck), der bei psychischen Störungen besonders häufig vorkommt, ist das Schwarz-Weiß- bzw. Entweder-oder-Denken.

Die Ausprägung dieses dysfunktionalen Denkmusters ist zwar bei psychischen Störungen unterschiedlich, aber in der Regel deutlich feststellbar.

Menschen mit einer narzisstischen oder Borderline Persönlichkeitsstörung sind zum Beispiel besonders oft in diesem extremen Denkmuster gefangen. Aber auch bei Süchten, Bulimie oder psychosomatischen Erkrankungen beobachte ich oftmals dieses Stress erzeugende Alles-oder-Nichts-Denken.

Beispiele für dysfunktionales Schwarz-Weiß-Denken

In der Kognitiven Verhaltenstherapie nennt man das kindliche 2-Kategorien-Denken auch dichotomes Denken.

Typische Beispiele für dichotomes Denken sind:

  • Es sind doch alle Männer gleich.
  • Wenn ich keine Eins bekomme, bin ich ein Versager.
  • Alle Menschen, die ich liebe, verlassen mich.
  • Immer muss mir das passieren.
  • Nie kann ich was richtig machen.

Diese Schwarz-Weiß-Malerei zieht in der Regel negative Gefühle nach sich, welche die negativen Gedanken wiederum verstärken. Diese negative Abwärtsspirale nennt man in der Kognitiven Therapie auch emotionale Beweisführung.

Beispiel Agoraphobie: Weil ich Angst habe, ist es hier nicht sicher.

Bevor Sie als Heilpraktiker (Psychotherapie) Ihrem Klienten jedoch helfen können seine extremen Bewertungen zu relativieren, ist es hilfreich, wenn Sie wissen, woran Sie Entweder-oder-Denkens erkennen.

Häufige Schlüsselwörter für Alles-oder-Nichts-Denken sind beispielsweise:

Immer, nur, nie, alles, nichts, total, hundertprozentig, grundsätzlich, niemand, alle, keiner, jeder.

10-minütiges Video zum Schwarz-Weiß-Denken

Weitere Beispiele für Schwarz-Weiß-Denken und wie Sie das in Ihre Psychoedukation einbauen können, verrate ich Ihnen in diesem kostenlosen HeilpraktikerErfolg Video für die Heilpraktiker Psychotherapie Praxis.

Außerdem erfahren Sie,

  • was die Gauß oder Normal-Verteilung ist.
  • dass die Kognitive Verhaltenstherapie bei vielen psychischen Störungen nachweislich wirkt.
  • den zentralen Zusammenhang zwischen negativen Gedanken und schlechten Gefühlen.
  • dass viele Menschen oftmals im kindlich-naiven Entweder-Oder-Denken gefangen sind.
  • dass extreme Denkmuster oftmals in der Kindheit entstehen.
  • typische Beispiele, woran Sie erkennen, dass Ihre Klienten (oder auch Sie) im Schwarz-Weiß-Denken feststecken.
  • was in unserem Gehirn passiert, wenn wir streiten oder von anderen negativen Emotionen überwältigt werden.
  • dass psychische Gesundheit ein Sowohl-als-Auch-Denken voraussetzt.
  • dass, in die Mitte zu kommen, nicht durchschnittlich (oder langweilig) bedeutet, sondern psychisch stabil und gesund ist.
  • am Beispiel von Perfektionismus, wie psychisches Leid oftmals durch extrem hohe Ansprüche entsteht.
  • dass perfektionistische Ansprüche in der Regel dazu führen, dass sich Menschen als “Versager” fühlen und sich deshalb herunterziehen.
  • dass sich Menschen mit “Minderwertigkeitskomplexen” häufig übertriebene, nicht realistische Ziele setzen.
  • wie die Gauß Glockenkurve Sie und Ihre Klienten daran erinnern kann, in die gesunde Mitte zu kommen.
  • dass sich viele Menschen oftmals so unter Druck setzen, dass sie sich selbst blockieren und immer wieder scheitern.
  • warum es in uns automatisch denkt.
  • dass Ihre Klienten (und auch Sie) durch einen freundlichen Umgang mit sich selbst mehr Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit entwickeln.

Klicken sie auf das Bild bzw. das Video unterhalb dieses Textes. Nach kurzer Zeit startet das Video.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie die 5-jährige Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf Kognitiver Verhaltenstherapie. Sie zeigt auf ihrer Selbsthilfe-Webseite anderen Menschen, wie sie wieder "Boss im Kopf" werden können. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich und unterstützt den Tierschutz.

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