Warum positives, lösungsorientiertes Arbeiten in der HP Psychotherapie Praxis so wichtig ist

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Die Positive Psychologie begegnete mir das erste Mal im Rahmen einer Vorlesung während meines Psychologiestudiums an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen.

Unser Professor stellte uns Theorien zur Entstehung von Depression vor, wie beispielsweise das Konzept der erlernten Hilflosigkeit von Seligman.

Als wir hörten, dass Seligman auch als “Glücksforscher” bekannt ist, wurden wir neugierig.

Also unternahm unser Prof mit uns einen spontanen Ausflug in die Positive Psychologie.

Er erzählte uns von Kindern, die es trotz schwierigen Umfeldes (Armut, Gewalt, Drogen, Missbrauch) geschafft hatten, als Erwachsene ein weitgehend gesundes und erfolgreiches Leben zu führen.

Wir lernten, was Resilienz und Salutogenese bedeutet und was Akzeptanz, Optimismus oder Achtsamkeit damit zu tun haben.

Meine Begeisterung für die Positive Psychologie wurde vom universitären Alltag jedoch bald wieder verdrängt, zumal ich die meiste Zeit meines Studiums für “wichtigere” (v.a. störungs- und problemfokussierte) Fächer lernen musste, z.B. Diagnostik, Physiologie, klinische Psychologie, Psychopathologie oder Psychiatrie.

Problemorientiertes Arbeiten in der Psychotherapie

Mit Fragen, woran man psychische Störungen erkennt, wie sie entstehen oder wodurch sie aufrechterhalten werden, ging es dann auch in meiner 5-jährigen Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin in Kognitiver Verhaltenstherapie weiter.

Schon wegen der Abrechnung mit Krankenkassen orientierten wir uns an dem medizinischen Ursache-Wirkungs-Modell.

Das können Sie sich ungefähr so vorstellen:

Problemschilderung ► Problemanalyse ► Diagnose ► Ziele ► Behandlung ► Symptomverringerung.

Meine praktische Tätigkeit bestand also größtenteils aus Anamnesen, Testdiagnostik und Verhaltensanalysen. Es verwundert daher nicht, dass meine Patienten und ich ziemlich oft über ihre Probleme und Defizite sprachen.

In meiner Privat Praxis konzentrierte ich mich ebenfalls auf die Probleme meiner selbstzahlenden Klienten, denn da war ich ziemlich gut drin ;-)

Nach einem knappen Jahr, mit durchschnittlich 6 Patienten am Tag, fühlte ich mich abends zunehmend erschöpfter und am Wochenende brauchte ich mehr Zeit, um mich zu erholen. Manchmal fragte ich mich – und das, obwohl ich vielen Menschen helfen konnte – ob ich diesen anstrengenden Beruf noch 30 Jahre machen wollte.

Ich suchte nach Lösungen, wobei mir nach der gelernten Problemorientierung zunächst gar nicht mehr bewusst war, dass ich bereits in meinem Psychologie Diplom-Studiengang Geeignetes gelernt hatte :-)

Lösungsorientiertes, positives therapeutisches Vorgehen in der psychologischen Praxis

Einige Zeit später begann ich ein 6-monatiges Praktikum bei einem alteingesessenen, systemisch arbeitenden Psychotherapeuten. Ich war bei fast jeder Sitzung dabei und manchmal vergaß ich vor lauter Staunen sogar das Mitschreiben.

Im Gegensatz zur aktiven Rolle eines Verhaltenstherapeuten machte dieser Therapeut praktisch nichts, zumindest kam mir das zunächst so vor.

Gelegentlich stellte er seinen Klienten seltsame Fragen, die wenig bis gar nichts mit ihren Problemen zu tun hatten und am Ende der Stunde gab er ihnen meistens komische Hausaufgaben auf, die mir wenig hilfreich erschienen. 

Beispielsweise sollte eine junge Dame mit Panikattacken jeweils für den nächsten Tag die Anzahl und Stärke ihrer Angstzustände vorhersagen. Ein älterer Mann mit Depressionen bekam die Aufgabe, an den ungeraden Kalendertagen zwischen 15-18 Uhr besonders viel zu grübeln. Und einem Ehepaar mit sexuellen Schwierigkeiten “verordnete” mein Lehrtherapeut Sexverbot.

HeilpraktikerErfolg - Moderne Integrative Psychotherapie Praktisch gemacht - LuschasErfolge stellten sich häufig trotzdem ein :-)

Während dieser Zeit führte mein Ausbildungsinstitut ein Seminar in Lösungsorientierter Beratung nach de Shazer durch. Vieles kam mir gleich wieder bekannt vor und ich spürte dieselbe Begeisterung wie damals in meinem Psychologiestudium beim Ausflug in die Positive Psychologie.

Mittlerweile arbeite ich in  meiner Selbstzahlerpraxis sowohl mit bewährten Best-Praktiken aus der KVT als auch mit hilfreichen Methoden aus der Lösungsorientierten Beratung sowie der Positiven Psychologie bzw. Positiven Kognitiven Verhaltenstherapie.

Denn wie ich immer wieder festgestellt hatte, genügt es nicht, psychische Probleme abzubauen, damit die Klienten dann in der Lage sind, ein erfülltes, glückliches Leben führen zu können.

Die Abwesenheit von Negativem heißt nicht gleichzeitig und praktisch automatisch, dass wir uns “plötzlich” in einer guten Stimmungslage befinden.

Das ist wissenschaftlich nachgewiesen (vgl. Seligman et. al.) und zeigte mir – und vielleicht auch Ihnen – wie wichtig es ist, in der oftmals stark problemorientierten Psychotherapie auch das Positive zu berücksichtigen und immer wieder einzuüben.

HeilpraktikerErfolg Video zum positiven therapeutischen Arbeiten in der Psychotherapie Praxis

Welche Vorteile positives und lösungsorientiertes therapeutisches Arbeiten für Sie und Ihre Klienten hat, verrät Ihnen Uwe Luschas in diesem HeilpraktikerErfolg Video.

Sie erfahren Sie am Beispiel einer (klassisch) verhaltenstherapeutisch arbeitenden Heilpraktikerin für Psychotherapie,

  • warum ein einseitig problemorientiertes Arbeiten mit Ihren Klienten weder sinnvoll noch hilfreich ist.
  • dass sich durch reine Psychoedukation am Problemverhalten häufig nicht viel verändert.
  • dass die klassische Kognitive Verhaltenstherapie eher problemzentriert ist.
  • dass der Therapieerfolg nicht so sehr von der Therapiemethode abhängt, sondern vor allem auch von der Erfahrung, Flexibilität und positiven Haltung des Therapeuten.
  • warum viele (selbstzahlende) Klienten ihre Psychotherapie vorzeitig abbrechen.
  • dass der Klient mit der Beseitigung seiner Probleme (Symptome) nicht automatisch lernt, lösungsorientiert zu denken, sich gut zu fühlen oder wie er nun hilfreichere Verhaltensmuster (= Gewohnheiten) aufbauen kann.
  • dass eine erfolgreiche Psychotherapie sowohl Probleme (Negatives) bearbeitet als auch positiveres Denken, Fühlen und Verhalten einübt.
  • dass Ihr Klient zum Beispiel durch ein Dankbarkeitstagebuch oder einen positiven Wohlfühl-Anker lernen kann, konstruktiver zu denken, zu fühlen und zu handeln.
  • an einem Beispiel aus der psychologischen Praxis, warum und wie Franziska Luschas begonnen hat, mit ihren Klienten positiv bzw. lösungsorientiert zu arbeiten.
  • warum es hilfreich ist, wenn Ihr Klient zunehmend selbständig (im Rahmen der Selbstwirksamkeit) lernt, seine Stärken und Ressourcen zu erkennen, zu nutzen und weiterzuentwickeln.
  • warum die Positive Psychologie, Lösungsorientierte Beratung und neurobiologische Erkenntnisse über Humor, Stärken und Begeisterung in der Psychotherapie immer mehr Raum, in unserer integrativen Kognitive Verhaltenstherapie Ausbildung für Heilpraktiker (Psychotherapie) und Psychologen, einnehmen :-)

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Gute Bücher und Online Kurs zum Positiven Arbeiten

Unser Buchtipp zur Positiven Kognitiven Verhaltenstherapie:

Fredrike Bannink: Praxisbuch Positive KVT: Ein integratives lösungsorientiertes Konzept. BELTZ.

Unser Buchtipp zur Positiven Psychologie:

Daniela Blickhan: Positive Psychologie: Ein Handbuch für die Praxis. Junfermann.

Kostenloser Online Kurs zur Einführung in die Lösungsorientierte Beratung:

http://heilpraktikererfolg.de/wie-sie-ihren-klienten-mit-loesungsorientierter-beratung-kurzzeittherapie-erfolgreich-helfen/

Informationen zu unserer praktisch gemachten, integrativen (positiven) KVT Ausbildung mit einem problem- und lösungsorientierten  therapeutischen Vorgehen, erhalten Sie hier:

► http://heilpraktikererfolg.de/die-verhaltenstherapie-fachausbildung-mehr-sicherheit-und-struktur-fuer-pruefung-und-praxis/

Ich wünsche Ihnen ein freudvolles, inspirierendes und entspanntes positives, therapeutisches Arbeiten mit Ihren Klienten :-)

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

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P.P.S.
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