Wie Ihnen eine lösungsorientierte Einstellung bei Ihrer therapeutischen Arbeit helfen kann

HeilpraktikerErfolg - Lösungsorientierte Beratung - Seminar - LuschasStellen Sie sich einmal Folgendes vor:

Sie gehen abends wie immer ins Bett und während Sie schlafen passiert ein Wunder.

Am nächsten Morgen fühlen sich wunderbar leicht, entspannt und sehr klar in Ihrem Denken.

Die Wunderfrage

Ihre alltägliche Praxis sieht nun so aus:

  • es rufen täglich motivierte Menschen bei Ihnen an, die sich gerne von Ihnen beraten lassen möchten
  • während der Sitzung fühlen Sie sich die ganze Zeit über selbstbewusst, ruhig und gelassen und Ihr Herz und Verstand arbeiten harmonisch zusammen
  • Sie stellen genau die richtigen Fragen zur richtigen Zeit, wodurch sich der Fokus Ihres Klienten innerhalb kürzester Zeit in eine positive lösungsorientierte Richtung verändert
  • am Ende der Sitzung steht ein lebensfroher, zufriedener Mensch vor Ihnen, der um seine Ressourcen weiß und Sie anstrahlt:: “Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und ich freue mich darauf, diese tollen Erkenntnisse auf jede neue Herausforderung in meinem Leben anzuwenden” :-)

Diese Vorstellung ist für die meisten Menschen äußerst ungewohnt, sind sie doch daran gewöhnt in “Was-wäre-wenn-Schlimmes-passiert” Szenarios, anstatt in “Was-wäre-wenn-Gutes-passiert” Vorstellungen zu denken.

Mithilfe der Wunderfrage, eine der bekanntesten Techniken innerhalb der Lösungsorientierten Kurztherapie nach Steve de Shazer, wird der Klient angeleitet, über seine (positiv formulierten) Ziele, Stärken oder Ressourcen nachzudenken.

Noch wirksamer ist diese Methode, wenn es der Therapeut mit geeigneten Fragen schafft, dass sich sein Klient mit allen Sinnen in eine zielgerichtete, lösungsorientierte und vor allem positiv besetzte Vorstellung so richtig hineinversetzen vermag. 

Wie sich eine Problemtrance entwickelt 

Der aufgeweckte zweijährige Paul zeigt seinem Vater voller Freude, was er mit seinem Bobby-Car schon alles kann und saust freudestrahlend mit hochrotem Kopf und lautstarkem Getöse durchs Wohnzimmer.

40 Jahre später

Negative Erfahrungen, wie “gut gemeinte” Erziehung, enttäuschende Beziehungen, Verletzungen, Zurückweisungen und unzählige gesellschaftliche Programmierungen haben Pauls Sicht der Dinge derart negativ gefärbt, so dass er sich seit einigen Jahren oftmals wochenlang schlecht und lustlos fühlt.

Sein Job erschöpft ihn, er hat Rückenschmerzen, die Kinder sind ihm zu viel und er macht sich Sorgen über die Wirtschaftskrise ….

Die in den letzten Jahrzehnten ständig steigenden Burnout-, Angsterkrankungen, Depressionen und zunehmenden Krankmeldungen aufgrund psychischer Störungen erinnern daran, dass Paul kein Einzelfall ist.

Die magnetische Anziehungskraft der Problemtrance

Normalerweise sind es wir von Kindheit an gewohnt uns auf die negativen Ereignisse zu konzentrieren. Denken Sie nur einmal an den Inhalt von Geschichtsbüchern, Nachrichten, Zeitungen, Internet.

Im Allgemeinen gilt, dass ein Ereignis für die meisten Menschen umso interessanter ist, desto mehr Drama es hergibt.

Was glauben Sie, über was sich viele Menschen am liebsten unterhalten? Kleiner Tipp, es sind nicht die glücklichen Momente oder die guten Taten anderer Menschen  ;-)

Film und Fernsehen verkaufen sich umso erfolgreicher, desto “spannender” sie sind. Noch mehr Anspannung, Angst, Ekel durch immer mehr Drama, Horror oder Aliens, die die Erde übernehmen …

Doch nicht nur unsere Klienten stecken oftmals jahrzehntelang in ihrem Leid fest, auch Therapeuten und Berater lassen sich viel zu oft in die Probleme der Hilfesuchenden reinziehen. 

Der Fokus der meisten “wissenschaftlichen” Ausbildungen zum Arzt und Psychotherapeuten liegt ebenfalls auf Störungen und Krankheiten. Selbst die Heilpraktiker (Psychotherapie) Ausbildung läuft zu großen Teilen störungs- und problemfokussiert ab.  

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid 

Mitleiden hat nach meiner Erfahrung nichts mit Empathie zu tun. Manchmal höre ich von Kollegen: “Aber ich muss doch mitfühlen, damit ich mich da besser reinversetzen kann”.

Im Sinne des Sokratischen Dialogs erwidere ich dann manchmal: “Sollte ein Strafverteidiger auch erst einen bewaffneten Raubüberfall begehen, damit er seinen Mandanten besser verteidigen kann?” oder “Sollte sich ein Herzchirurg nicht lieber erstmal selber eine koronare Herzerkrankung mit entsprechenden Bypass zulegen, damit er seine Patienten fachgerecht operieren kann”?

Es ist gar nicht so selten, dass Therapeuten und Psychologische Berater beim Helfen an ihre Grenzen stoßen, denn oftmals haben sie gar nicht gelernt, eine vernünftige Distanz zu den vielfältigsten Problemen ihrer Klienten zu halten. In der Fachwelt spricht man hier auch von sekundärer Traumatisierung, der Mitgefühlserschöpfung oder – allgemeiner formuliert – dem Burnout Syndrom.

Doch auch für den Hilfesuchenden stellt ein, an seine Grenzen gestoßener, Therapeut oder Berater keine sinnvolle Unterstützung dar, von einer Vorbildfunktion (bzw. Modelllernen) ganz zu schweigen.

Mehr und mehr in Lösungen denken 

Die Lösungsorientierte Beratung nach de Shazer war fester Bestandteil in meiner Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin. Für die meisten von uns war dieses “Denken in Lösungen” zunächst sehr ungewohnt, jedoch bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wie klar, einfach und wirksam diese Methode bei einer Vielzahl von Klienten funktioniert.

Mittlerweile haben mir auch viele meiner Kursteilnehmer und Supervisanden bestätigt, dass sich ihre oftmals problemfokussierte Sicht der Dinge durch das lösungsorientiertes Vorgehen deutlich zum Positiven verändert hat.

Und häufig berichten lösungsorientierte Berater und Therapeuten über einen besseren Zugang zu ihren Klienten, einen leichteren Sitzungsablauf  und über mehr Energie und Zufriedenheit nach den Sitzungen.

Für mich sind das alles gute Argumente, um sich die Lösungsorientierte Beratung, insb. auch als therapeutische Grundhaltung mal näher anzuschauen  …

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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