Wie Sie als Heilpraktiker (Psychotherapie) mit den besten Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie Ergebnisse erzielen können

HeilpraktikerErfolg - Moderne Integrative Psychotherapie Praktisch gemacht - LuschasDie meisten meiner Klienten kommen wegen Angst, Panikattacken oder zwanghaften Grübeln zu mir in die Selbstzahlerpraxis. Über die Hälfte von ihnen war schon in Therapie, zum großen Teil von der Krankenkasse bezahlt.

Einige berichteten, dass die Psychotherapie reine Zeitverschwendung gewesen sei, andere wiederum fanden die Gespräche gut.

Im Laufe der Zeit habe ich jedoch gelernt mehr auf das zu achten, was jemand tut, als das was er sagt.

Warum jemand für Psychotherapie Geld ausgeben soll

Wenn jemand beispielweise 80 Euro für eine 50-minütige Sitzung ausgibt, dann hat das häufig einen triftigen Grund. In der Regel leidet diese Person.

Aber warum sollte jemand so viel Geld für Therapie ausgeben, wenn sie von der Krankenkasse bezahlt wird.

Viele Leute haben einen hohen Leidensdruck und möchten kein viertel Jahr oder länger auf einen Therapieplatz warten. Andere brechen ihre Therapie enttäuscht ab, weil sie sich von der “gesetzlichen” Therapie mehr erhofft hatten.

Immer mehr Menschen sind bereit für alternative Angebote von Heilpraktikern (Psychotherapie), Coaches oder psychologischen Beratern zu zahlen, die in der Regel Systemische Beratung bzw. Therapie, Lösungsorientierte Therapie oder zum Beispiel Gesprächstherapie anbieten.

Aus eigener Erfahrung mit vielen Klienten, Supervisanden und Coachees weiß ich aber auch, dass Klienten in Selbstzahlerpraxen noch schneller wegbleiben, wenn sie merken, dass ihnen die Behandlung nichts bringt, unabhängig vom vielversprechenden Klang der angepriesenen Behandlungsmethode.

Ein 52-jähriger Geschäftsmann erklärte mir einmal durchaus nachvollziehbar: “Wenn ich schon mein hart verdientes Geld dafür ausgebe, dann will ich auch Ergebnisse sehen.”

Was erfolgreiche Psychotherapie bedeutet

Erfolgreich bedeutet für meine Selbstzahlerpraxis, dass der Klient gewöhnlich in den ersten zwei Stunden eine spürbare Erleichterung erfährt, neue Hoffnung schöpft und motiviert(er) ist, mitzuarbeiten.

Und wie soll das gehen?

Indem Sie Ihrem Klienten die Vorteile Ihres therapeutischen Könnens mithilfe effizienter und integrativer Methoden “sofort” demonstrieren und nicht, wie im psychotherapeutischen Setting oftmals üblich, ausschließlich über Probleme reden.

Ihr Klient bezahlt Sie, damit er sich (nicht nur vorübergehend) besser fühlt.

Und mal ehrlich, warum sollte Ihr Patient wiederkommen, wenn er mit den meisten anderen Psychotherapeuten ebenfalls “nett” über seine Schwierigkeiten sprechen kann?

Bewährte Ziele einer erfolgreichen Verhaltenstherapie

Seien Sie Ihren Klienten ein Vorbild, indem Sie Ihre gewohnte Komfortzone verlassen und ins wichtige und richtige TUN kommen, wobei Sie ihnen möglichst mindestens einen (großen) Schritt voraus sein sollten :-)

Vermitteln Sie Ihre Erfahrungen, Ihr Wissen, Ihr Können, Ihre Botschaft und Ihre Lösungsstrategien effizient und ethisch:

  • Arbeiten Sie mit Ihrem Klienten auf Augenhöhe, transparent, empathisch und authentisch. Dazu gehören auch eine klare Struktur und Regeln, eine verständliche Sprache und eigens zugeschnittene Hausaufgaben.
  • Leiten Sie Ihren Klienten aktiv, sicher, strukturiert und flexibel durch den therapeutischen Prozess. Gewöhnen Sie sich am besten frühzeitig ein systematisches Vorgehen an, so dass Ihrem Klienten unnötige Zeit und Geld ersparen.
  • Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Klienten ein, auf seine spezielle Situation zugeschnittenes, multifaktorielles Störungsmodell und lassen Sie ihm – im Sinne der Selbstwirksamkeit – aktiv am therapeutischen Prozess teilhaben.
  • Informieren Sie Ihren Klienten über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Psychologie und Hirnforschung.
  • Klären Sie Ihren Klienten über seine Störung, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose auf.
  • Geben Sie ihm bereits in der ersten Sitzung eine bewährte Entspannungsmethode an die Hand, mit der er sich schnell, einfach und wirksam beruhigen kann.
  • Bilden Sie Ihren Klienten zu einem wissenschaftlich orientierten Praktiker (= WOPer  ;-) ) aus, der zunehmend in der Lage ist, seine dysfunktionalen Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen, sein seelisches Innenleben kritisch zu hinterfragen und selbstwirksam zu verändern.
  • Dienen Sie Ihrem Klienten als Vorbild, indem Sie regelmäßig selbst an sich arbeiten, Supervision nehmen und Verantwortung für Ihr Denken, Fühlen und Verhalten übernehmen.

Diese Ziele sind im Übrigen auch Bestandteil unserer großen, integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie Fachausbildung.

Üben (= Praktizieren) bis zur Meisterschaft

Welche wichtige Eigenschaft haben alle Experten und Profis gemeinsam?

Sie sind Meister ihres Fachs geworden, weil sie die richtigen und wichtigen Grundlagen unzählige Stunden geübt haben.

Was sind nun die zentralen Methoden in der Kognitiven Verhaltenstherapie, mit der Sie gute Ergebnisse beim Klienten erzielen?

Die zentrale Botschaft der KVT lautet: “So wir wir denken, so fühlen und verhalten wir uns.” Und weil Denken, Fühlen und Verhalten zum großen Teil erlernt sind, können diese auch verändert werden (Neuroplastizität).

Aus unserer Sicht erzielen Sie bei Ihren selbstzahlenden Kunden, bspw. mit den folgenden wissenschaftlich fundierten und in der Praxis getesteten Methoden, gute Ergebnisse:

  • Transparente, empathische und authentische  Gesprächsführung (v.a. eine klare Struktur, ESTA-Modell, Pacing, Leading)
  • Psychoedukation zum Beispiel bei Angst, Panik, Depression (z.B. Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Teufelskreis der Angst, Neuroplastizität)
  • Bibliotherapie (Welche Bücher unterstützen den therapeutischen Prozess am besten?)
  • Sokratischer Dialog (u.a. therapeutische Metaphern, empirische bzw. hedonistische Disputation (z.B. Pfeil-abwärts-Technik, vertauschte Rollen)
  • Kognitive Umstrukturierung (v.a. ABC-Protokoll, Protokoll negativer Gedanken, Protokoll: Gefühlswahrnehmung, 10xDreh)
  • Expositionstraining in sensu und in vivo (v.a. bei Ängsten, Zwängen, Belastungsstörungen, Süchten)
  • Mehrstufige Bearbeitung von traumatischen Erlebnissen und Emotionen mit integrativen Methoden aus der Hypno- und Verhaltenstherapie oder NLP ( z.B. Exposition, Affektbrücke, Dissoziation, Submodalitäten, Ego-States, Reframing, Matrix-Retraining, XProzess)
  • Komplementäre therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie (empathische Konfrontation, Reparenting i. S. eines korrigierenden emotionalen Erlebens)
  • Effizientes Entspannungstraining, z.B. der XProzess
  • Selbsterfahrung (eigene blockierende Grundannahmen und Emotionen identifizieren und bearbeiten), praktische Achtsamkeits- und Akzeptanz-Strategien für Therapeuten

Das wiederholte Einüben dieser bewährten integrativen Vorgehensweise finden Sie ebenfalls als zentralen Bestandteil in unserer Verhaltenstherapie Fachausbildung.

Und wenn Sie auch daran interessiert sind, den Schritt vom Heiltheoretiker zum Heilpraktiker zu machen, dann empfehle ich Ihnen hier unsere große, integrative Kognitive Verhaltenstherapie Ausbildung.

Nur ein zufriedener Therapeut ist ein guter Therapeut

Für eine Therapeutin, die ihre eigenen Ängste noch nicht hinreichend bearbeitet hat, wird jede Sitzung zur Herausforderung.

Eine (unbewusste) Grundannahme, zum Beispiel “Ich bin nicht gut genug”, drückt sich in Heil- und Helferberufen oftmals in einem übertriebenen Selbstanspruch und übersteigerten Verantwortungsgefühl gegenüber dem Klienten aus.

Wenn Sie also Ihren Klienten in ein bewussteres, selbstverantwortlicheres und gesunderes Leben begleiten möchten, dann führt – nach unseren Erfahrungen – kein Weg dran vorbei, dass Sie zuerst bei sich selbst ansetzen.

Auch hier ist, wie so oft, der Weg das Ziel. Hauptsache Sie arbeiten regelmäßig und entschlossen an sich und sind Ihrem Klienten einen guten Schritt in ein erfüllteres Leben voraus :-)

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
Im Kommentarbereich, weiter unten, können Sie auch Ihre Fragen, Hinweise und Erfahrungsberichte hinterlassen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

Kommentare

  1. Bettina Baumann schreibt:

    Liebe Franziska,
    in dem Artikel hast Du das Wichtigste komprimiert, mit wenig Worten das effektivste Vorgehen beschrieben. Habe mir die Seiten ausgedruckt, um sie öfters nachlesen zu können. Danke.

    Gruß Bettina

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke für den Kommentar Kollegin :-)

      Dieser Beitrag resultiert aus der, von frisch gebackenen Heilpraktikern (Psychotherapie), häufig gestellten Frage “Wie genau mache ich Psychotherapie?”.

      Doch auch bei erfahreneren Therapeuten ist die Gefahr groß, immer wieder in alte – wenig zielführende – therapeutische Gewohnheiten zurückzufallen.

      Deshalb ist es aus meiner Sicht hilfreich, wenn man – als praktizierender Heilpraktiker für Psychotherapie – immer mal wieder auf die folgenden Fragen aufrichtig antwortet:

      - Macht mir meine psychotherapeutische Tätigkeit Freude?
      - Erziele ich die gewünschten Ergebnisse?
      - Folge ich einer bewährten, praxistauglichen Struktur?
      - Kommen meine Klienten in der Regel wieder?

      Und wenn die Antworten dazu nicht in die gewünschte Richtung gehen, dann ist es wichtig, die alteingefahrenen Muster (sobald wie möglich) zu unterbrechen.

      Am besten, indem man seine Komfortzone verlässt und etwas anderes macht als bisher.

      Ein Beispiel dafür wäre, dass man sich ein – in der psychotherapeutischen Praxis nachweislich funktionierendes Werkzeug – aneignet und so lange praktiziert, bis man zum Meister seines Faches geworden ist.

      Franziska