Wie Sie sich als Heilpraktiker Psychotherapie bei “Klientensichtung” richtig verhalten

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Vor einigen Tagen, ich war gerade auf dem Heimweg, klingelte es wie wild hinter mir und eine laute Stimme rief: “Frau Luschas, gut das ich Sie treffe; Sie wollte ich schon lange mal anrufen”.

Als ich mich umdrehte begrüßte mich Herr Gockel (Name geändert), einer meiner ehemaligen Klienten, mit einem breiten Lächeln.

Wie gewohnt zog der 45-jährige mit seiner weißen Sonnenbrille, dem lila-grün gemusterten Trikot und seiner neongelben Radhose die Blicke der Passanten sofort auf sich.

Herr Gockel, eine schillernde Persönlichkeit mit einem histrionisch-narzisstischen Persönlichkeitsstil positionierte sich so, dass “seine Zuschauer” ihn von jeder Seite optimal bewundern konnten.

Wie reagiere ich jedoch als Therapeutin auf diese überraschende Begegnung?

Was tun Sie als Heilpraktikerin für Psychotherapie, wenn Ihnen eine Klientin privat über den Weg läuft?

Einigen Psychotherapeuten ist es unangenehm, zufällig einen Klienten außerhalb ihrer Praxis anzutreffen.

Von einem Heilpraktiker (Psychotherapie) habe ich neulich erst gehört, dass er “in Deckung gegangen” sei, als er eine gesprächige Klientin an der Supermarktkasse sah.

HeilpraktikerErfolg - Moderne Integrative Psychotherapie Praktisch gemacht - LuschasAndere Psychotherapeuten wiederum werden unsicher, wenn sie ihren Klienten in Begleitung sehen.

Deshalb werde ich hin und wieder gefragt, wie man sich am besten verhält.

Wenn ich etwas Zeit habe und sich die Gelegenheit bietet, nutze ich dieses unerwartete Zusammentreffen manchmal für eine kurze Katamnese :-)

Nichtsdestotrotz hier noch einige bewährte praktische Tipps, damit Ihrem Klienten und Ihnen die Begegnung in guter Erinnerung bleibt:

  • Wenn Ihr ehemaliger Klient Sie nicht bemerkt, dann bleiben Sie am besten “unauffällig”.
  • Wenn er in Begleitung ist, dann erst recht. Reagieren Sie erst (vorsichtig), nachdem er sich direkt an Sie wendet.
  • Passen Sie auf, dass es kein “Freundschaftsgespräch” wird, auch wenn Sie sich über ein Wiedersehen freuen.
  • Wenn es die Situation erlaubt, können Sie ihn kurz fragen, was er aus der Therapie (Coaching, Psychologische Beratung) für seinen Alltag besonders hilfreich findet.
  • Behalten Sie die Zeit im Auge (max. 5-7 Minuten), damit es kein tiefergehendes Gespräch oder sogar “therapeutisch” wird.
  • Falls angebracht, wiederholen Sie kurz, dass er Sie ggfs. kontaktieren kann, wenn er wieder Unterstützung braucht. Das gibt vielen Klienten Sicherheit.

Was würden Sie tun?

Wie würden Sie sich verhalten?

Lassen Sie die HeilpraktikerErfolg Leser und mich im Kommentarbereich wissen, welche Strategien und Taktiken Sie verwenden :-)

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie die 5-jährige Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf Kognitiver Verhaltenstherapie. Sie zeigt auf ihrer Selbsthilfe-Webseite anderen Menschen, wie sie wieder "Boss im Kopf" werden können. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich und unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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