HP Psych. Prüfungsvorbereitung auf die Mündliche: Was in Bayreuth gefragt wurde

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Dass auch “ältere” Gedächtnisprotokolle für die Vorbereitung auf die mündliche Heilpraktiker Psychotherapie Prüfung relevant sein können, habe ich in diesem Artikel (mit PDF Datei zum Herunterladen) deutlich gemacht.

Und in diesem Artikel gebe ich Ihnen eine bewährte Empfehlung, wie Sie ggf. auch eine Vielzahl an Gedächtnisprotokollen schnell und effizient durcharbeiten können. Die Inhalte aus 2 älteren, aber meines Erachtens immer noch relevanten, Gedächtnisprotokollen aus Ansbach finden Sie dort gleich im Text eingefügt.

Von diesen Gedächtnisprotokollen können Sie natürlich nur dann profitieren, wenn Sie sich von der bloßen Überzeugung, wie “Ach, zu alt, nicht mehr relevant” oder dem Gedanken “Wie soll ich die nur alle durchlesen und beantworten können” nicht weiter beeinflussen lassen. Es sind nur Meinungen, nicht mehr, nicht weniger.

Worauf es ankommt, um gut vorbereitet in die mündliche HPP Überprüfung zu gehen, ist dass Sie die nachfolgenden Fragen tatsächlich durchlesen und relativ zügig beantworten. Denn das Wissen dazu, haben Sie sich ja bereits beim Lernen und Vorbereiten auf die schriftliche HP Psychotherapie Prüfung angeeignet.

Dadurch machen Sie sich auch mit vielen unterschiedlichen Fragestilen zu den häufig gleichen HPP Themenbereichen vertraut. Außerdem trainieren Sie Ihr Gehirn darauf, die Frage sorgfältig zu lesen, kurz zu überlegen bzw. abzuwägen und erst dann eine möglichst fundierte Antwort zu geben.

Dazu sind auch die nachfolgenden Fragen (teilweise mit Bemerkungen der Prüflinge) aus 2 Gedächtnisprotokollen (Bayreuth, Mai 2011) gut geeignet.

Welche Fragen der Psychologe und der stellvertretende Chefarzt des Bayreuther Klinikums stellten

Die HP Psych. Anwärterin schreibt in ihrem Protokoll am Anfang: “Die Atmosphäre war insgesamt kühl!

Lassen Sie sich in der Mündlichen durch solche Stimmungen oder Atmosphären nicht beirren. Bleiben Sie freundlich, ruhig und geben Sie sachlich Ihre Antworten.

Denn ganz am Ende schreibt die Heilpraktikerin für Psychotherapie (sie hat ja bestanden): “Insgesamt habe ich gemerkt, dass die Prüfer freundlicher und offener wurden, als sie gemerkt haben, dass ich etwas kann und auch mein Wissen klar, deutlich und sicher rübergebracht habe. Das Auftreten und das äußere Erscheinungsbild sind auch wichtig.

Hier nun die Fragen bzw. Themengebiete:

  • Welche Entspannungsverfahren es gibt, Kontraindikation und Indikation, das AT wollte er ganz genau erklärt haben, mit allen Formeln.
  • Intelligenzminderung von A-Z, genaue Aufteilung IQ und Merkmale.
  • Was fällt Ihnen zur Belastungsstörung ein? Auch da wurde genauer nachgefragt, Zeitdauer, Symptome, Therapie, Prognose, des Weiteren sollte ich die Unterschiede zw. akute Belastungsstörung und Anpassungsstörung erklären. Bei der akuten Belastungsreaktion wurde etwas in die Krisenintervention hinein gefragt.
  • Essstörungen, alles dazu!! Besonders die Anorexia nervosa. Hier wollte er die Körperschemastörung genau erklärt haben, die psychoanalytische Entstehung der Anorexia wurde erfragt, Therapie, genaues Wissen über BMI (ab wann besteht Anorexia und wann besteht Lebensgefahr), körperliche Folgen.
  • Bulimia, so ziemlich das gleiche, hier sollte ich zur A. abgrenzen, also Unterschiede. Körperliche Erkrankungen als Folge, warum Bulimikerinnen erbrechen.
  • Schlafstörungen, sollte alle aufzählen und kurz erklären.
  • Zuletzt wurde noch gefragt, bei welcher Erkrankung das Symptom “morgendliche Früherwachen” vorkommt. Iss klar, ja und dann sollte ich noch alles Symptome der Depression aufzählen und welche Gedanken ein Depressiver haben könnte.

Ok. Konnten Sie zu allen Fragen bzw. Themengebiete sachkundig und ausreichend etwas sagen?

Falls nicht, dann lesen Sie die infrage kommenden Wissensbereiche nochmals sorgfältig nach. Machen Sie sich ggf. Notizen, damit sich das Wissen besser im Gedächtnis verankern kann.

Ansonsten machen Sie eine kurze Pause. Trinken Sie etwas. Beantworten Sie dann die Fragen aus dem nächsten Protokoll.

Was im Mai 2011 in Bayreuth bei einer anderen mündlichen HP Psych. Prüfung gefragt wurde

Hier gleich die Fragen:

  • Welche Entspannungsverfahren kennen Sie? Erläutern Sie das Autogene Training! Wo ist es angebracht? Was sind Gegenindikatoren?
  • Thema Sucht: Welche Abhängigkeiten kennen Sie? Was sind die Ursachen von Alkoholismus? Wie lange dauern Entgiftung und Entwöhnung? Wie geht man therapeutisch bei der Entwöhnung vor? Nennen Sie die Abhängigkeitskriterien!
  • Welche psychiatrischen Notfälle gibt es? Beschreiben Sie das Delir.
  • Welche Zwangsstörungen kennen Sie? Was sind die Ursachen? Welche Krankheiten treten oft neben Zwangsstörungen auf?
  • Nennen Sie die 10 Basisemotionen.
  • Was gehört zum psychiatrischen Erstgespräch? (Anamnese, psychopathologischer Befund)
  • Wie werden Sexualstörungen unterteilt, welche gibt es?

Der erfolgreiche Prüfling schreibt am Ende seines Gedächtnisprotokolls noch: “Nachdem mir dann gratuliert wurde, dass ich bestanden habe, wurde ich noch gefragt, was ich bisher beruflich gemacht habe und welche Therapieverfahren ich anwenden will.

Wie Sie selbst erfahren konnten, besitzen die gestellten Fragen aus Bayreuth, Mai 2011, auch heute noch Relevanz.

Deshalb sollten Sie sich von den Jahreszahlen nicht weiter beeinflussen lassen.

Falls vorhanden, gehen Sie zuerst die für Sie relevanten Protokolle sorgfältig durch. Aber schauen Sie auch in andere verfügbare Protokolle rein, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was alles wie gefragt wird und inwieweit Sie die Fragen beantworten hätten können.

Dadurch trainieren Sie nicht nur Ihre gedankliche Flexibilität, sondern auch die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen und die Anwendung Ihres Wissens.

Und falls Sie Zeit und Mühen sparen wollen, z.B. weil Sie im Internet nicht langwierig nach geeigneten Protokollen oder Hinweisen suchen möchten, empfehle ich Ihnen, diesen Informationsartikel zu unserem “mündlichen” Online Orientierungspaket durchzulesen. Denn neben dem bewährten, strukturierten Lernplan enthält dieser Vorbereitungskurs auf die mündliche HP Psych. Prüfung auch eine große Anzahl wertvoller Gedächtnisprotokolle :-)

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

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P.P.S.
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