Überblicks-Mindmap zur Rechts- und Berufskunde für angehende Heilpraktiker Psychotherapie

HeilpraktikerErfolg Psychotherapie Rechts- und Berufskunde Gesetze WissenIm Bundesanzeiger hat das Bundesministerium für Gesundheit am 22.12.2017 die Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärter nach §2 des Heilpraktikergesetzes in Verbindung mit §2 Absatz 1 Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz bekannt gegeben.

Darin können Sie unter Punkt 1.1.2 Folgendes nachlesen:

Die antragsstellende Person kennt die für die Ausübung des Heilpraktikerberufs relevanten Rechtsvorschriften aus dem Straf- und Zivilrecht sowie aus anderen einschlägigen Rechtsgebieten, insb. das Heilpraktikergesetz, das Patientenrechtegesetz, das Heilmittelwerbegesetz und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und ist in der Lage, ihr Handeln im Interesse des Patientenschutzes nach diesen Regelungen auszurichten.

Diese rechtlichen Grundlagen sind typischerweise fester Bestandteil jeder schriftlichen und vor allem auch mündlichen Überprüfung beim zuständigen (Gesundheits-)Amt.

Deshalb sollten Sie sich darin gut auskennen.

Warum Sie die gesetzlichen Grundlagen von Anfang an lernen sollten

Lernen Sie parallel zum psychopathologischen, klinischen und psychotherapeutischen Wissen auch immer wieder die gesetzlichen Grundlagen.

Das ist mein Hinweis, der sich aus jahrelanger Erfahrung mit hunderten von Heilpraktiker für Psychotherapie Anwärtern, aus meinen beiden Online Orientierungspaketen zur Orientierung, Strukturierung und Prüfungsvorbereitung und meiner eigenen praktischen Tätigkeit zusammensetzt.

Wenn Sie sich gleich von Beginn an, einen ersten Überblick über das Rechtliche aneignen, dann

  • wird es Ihnen leichter fallen, wichtige gesetzliche Zusammenhänge Schritt für Schritt zu verstehen.
  • festigt sich über die Lernphase hin zur Phase der HPP Prüfungsvorbereitung die Retentionsrate für das Recht.
  • werden Sie auch sicherer im Umgang mit dem von vielen eher als trocken abgestempelten HP Psych. Wissensgebiet.
  • stellen Sie vielleicht sogar (erstaunt) fest, dass auch der rechtliche Rahmen interessant, vielfältig und vor allem von fundamentaler Bedeutung ist.

Natürlich gibt es noch mehr Gründe, dass Sie sich von Anfang an mit den gesetzlichen Voraussetzungen beschäftigen sollten.

Aber jetzt wird es Zeit, Ihnen etwas Nützliches (und Kostenloses) an die Hand zu geben :-)

Ihr vielleicht erster Überblick zu den rechtlichen HP Psychotherapie Grundlagen

Weiter unten können Sie meinen Überblick im gehirngerechten Mindmapformat als PDF Datei zum Ausdrucken und Lernen kostenlos herunterladen.

Bitte beachten Sie dabei, dass es sich um einen ersten Überblick handelt und nicht um ein umfassendes, komplettes Skript. Dafür gibt es gute Bücher, in denen Sie nachlesen können.

Meine Absicht hier ist es, dass Sie sich durch das einfach gehaltene Mindmap schnell einen ersten Eindruck über einige wichtige Rechtsaspekte verschaffen können. Auch zur Erinnerung und zur Wiederholung ist es meines Erachtens gut geeignet.

Sie stellen beim Durcharbeiten vielleicht auch fest, dass ich mich an rechtlichen Kernpunkten orientiere, die häufig in der schriftlichen und mündlichen HPP Überprüfung gefragt wurden.

Für einen ersten einfach gehaltenen und schnell zu lernenden Überblick ist das m. E. eine nützliche Sache. Insbesondere dann, wenn Sie sich gerade in dieses Themengebiet einarbeiten, wichtige Punkte (regelmäßig) wiederholen oder auch eigene Punkte bzw. Details darauf notieren wollen.

Klicken Sie auf den nachfolgenden Link, um Sich das Mindmap kostenlos herunterzuladen:

Noch ein weiterer Hinweis für Heilpraktiker Psychotherapie Anwärter und Prüflinge

Arbeiten Sie die Originalprüfungen der letzten Jahre auch thematisch durch.

Das bedeutet: Sie fokussieren sich beispielsweise nur auf Rechtsfragen, während Sie sich durch die vergangenen schriftlichen HP Psych. Prüfungen arbeiten.

Dabei werden Sie bald feststellen, dass sich wichtige Dinge wiederholen. Vielleicht werden die Fragen anders gestellt, aber es geht immer wieder darum, dass Sie keine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung und der Sie aufsuchenden Klienten sind.

Und falls Sie das alles nicht selbst organisieren wollen, weil die Beschaffung der Originalprüfungen für Sie zu zeitaufwendig ist, dann kann ich Ihnen an dieser Stelle das “schriftliche” und “mündliche” Online Orientierungspaket von HeilpraktikerErfolg.de empfehlen.

Dort gebe ich Ihnen nämlich eine erste Orientierung, eine logische Struktur und auch den häufig fehlenden roten Faden durch das zunächst doch recht unübersichtliche und umfangreiche HPP Stoffgebiet.

So finden Sie beispielsweise im schrittweisen Lernplan des “schriftlichen” Online Orientierungspakets auch die vorher schon angesprochenen HP Psychotherapie Originalprüfungen mit Lösungsschlüsseln in einer sinnvollen Reihenfolge.

Hier bekommen Sie mehr Informationen zu den HeilpraktikerErfolg.de Orientierungspakten und klicken Sie auch hier, um unsere zahlreichen Referenzen, Erfahrungsberichte und Beurteilungen zu lesen.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Stephanie schreibt:

    Hallo Frau Luschas,

    ich habe eine Frage zum Unterbringungsgesetz. Dieses wird ja gerne in der mündlichen abgefragt.

    Unterbringungsgesetz Wenn eine Selbst-Fremdgefährdung besteht, dann muss der Patient ja in eine psychiatrische Klinik. Wenn der Patient nicht freiwillig geht, muß ich dafür Sorge tragen. 1. Wen muss ich zuerst anrufen, die Polizei oder das Kreisverwaltungsreferat? Ich habe gehört, z.b. es ist Montag 11 Uhr hier darf man nicht die Polizei rufen, sondern muß sich zuerst an die KVR wenden?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie den Knoten wieder entknoten könnten. :-) DANKE.

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Stephanie,

      das ist eine wichtige Frage, insb. für die mündliche Überprüfung zum Heilpraktiker der Psychotherapie.

      Obwohl die zentralen Bedingungen für eine Unterbringung (innerhalb eines Bundeslandes) in der Regel die gleichen sind, gibt es zum konkreten Ablauf – also wie genau die Unterbringung erfolgt – regionale Unterschiede, teilweise sogar von Ort zu Ort.

      Falls ein Klient akut suizidgefährdet ist, kommt es auf das richtige und vor allem schnelle Handeln an.

      Das Leben des Betroffenen zu retten (ohne andere oder sich selbst zu gefährden), ist das oberste Ziel.

      Optimal wäre es, wenn der Betroffene bereit ist, sich in Begleitung einer Vertrauensperson “selbst einzuweisen”.

      Falls die suizidgefährdete Person jedoch nicht bereit ist, sich freiwillig in die Psychiatrie zu begeben, sind Sie verpflichtet, eine Unterbringung gegen den Willen des Betroffenen nach dem Unterbringungsgesetz (z.B. in Bayern) zu veranlassen.

      Deshalb empfehle ich Ihnen, bei Ihrem zuständigen Gesundheits- bzw. Ordnungsamt anzurufen und den genauen Ablauf zu erfragen.

      Notieren Sie sich dazu ruhig auch die Ansprechpartner, ggf. mit Telefonnummern, die im Falle einer Selbst- bzw. Fremdgefährdung zuständig sind.

      Viele Prüfer sehen es in der mündlichen Überprüfung gerne, wenn sich angehende Heilpraktiker (Psychotherapie) über den genauen Ablauf einer Unterbringung bereits detailliert informiert haben.

      Und außerdem strahlen Sie dann auch mehr Sicherheit aus.

      Ich wünsche Ihnen weiterhin eine spannende Vorbereitung

      Franziska Luschas

  2. AB schreibt:

    Liebe Frau Luschas, vielen Dank für diese tolle übersicht, die habe ich dringend gebraucht. Ergänzung: als HP Psych müssen wir auch das Gesetz zu Bekämpfung von Infektions- und Geschlechtskrankheiten, das Heilmittelwerbegesetz und gesetz unlauteren Wettbewerbs und sofern wir eine Website haben das Telemediengesetz beachten. VG

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo,

      danke für Ihre hilfreiche Ergänzung, die auch für alle anderen Interessierten auf HeilpraktikerErfolg von Nutzen sein dürfte :)

      Viele Grüße

      Franziska Luschas