Mündliche Prüfungsvorbereitung für angehende Heilpraktiker Psychotherapie: Was in Ansbach gefragt wurde

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Wir bekamen auf diesen Artikel am 18. März 2018 folgenden Kommentar von Wolfgang:

Ich finde auch die älteren Gedächtnisprotokolle hilfreich, denn sie geben eine Orientierung welche Themen mit welchen Aspekten und Schwerpunkten relevant waren … und auch wieder werden können.

Da kann ich Wolfgang nur zustimmen :-)

Deshalb rate ich allen HP Psych. Prüflingen, möglichst viele Gedächtnisprotokolle durchzuarbeiten.

Meine Empfehlung: Wie Sie vorhandene Gedächtnisprotokolle am besten durcharbeiten

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich nicht in die damalige Prüfungssituation hineinziehen lassen, sondern die Fragen für sich selbst möglichst schnell beantworten. Das sollte Ihnen möglich sein, weil Sie ja das Wissen für die schriftliche Prüfung bereits mitbringen.

Möglichst schnell bedeutet dann: Sobald Sie eine Frage zufriedenstellend beantworten können, wechseln Sie sofort zur nächsten.

Falls Sie die Antwort auf eine Prüfungsfrage nicht oder nur unvollständig wissen, dann notieren Sie sich die Frage oder das Themengebiet sauber und strukturiert auf ein Blatt Papier. Und dann gehen Sie gleich zur nächsten Prüfungsfrage weiter.

So können Sie sich schnell und effizient durch möglichst viele Gedächtnisprotokolle arbeiten.

Und zwischendurch vertiefen bzw. wiederholen Sie die etwas schwächeren HP Psychotherapie Teilgebiete, so dass Sie die notierten Fragen auch vollständig und zügig beantworten können.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es Ihnen, viele – auch ältere, aber immer noch relevante – HPP Gedächtnisprotokolle durchzuarbeiten. Dabei erkennen Sie schnell Ihre Schwachstellen und arbeiten sie nach.

Außerdem werden Sie feststellen, dass Sie die bereits vorhandene Wissensbasis so ebenfalls systematisch wiederholen. Gleichzeitig üben Sie die Anwendung Ihres HPP Wissens auf Fragen aus der mündliche HP Psychotherapie Überprüfung schrittweise und systematisch ein.

Wenn Sie sich an diese Vorgehensweise halten, dann werden Sie wahrscheinlich ziemlich erstaunt darüber sein, wie viele Fragen aus den Gedächtnisprotokollen Sie in kurzer Zeit durcharbeiten können :-)

Testen Sie Ihr Wissen: Fragen und Fälle aus Ansbach 2011

Auch wenn Sie die Prüfungsfragen und Fallbeispiele von 2011 aus Ansbach als zu alt, nicht mehr aktuell oder schlichtweg irrelevant einschätzen, rate ich Ihnen trotzdem, weiterzulesen.

Denken Sie an den Kommentar von Wolfgang und testen Sie am besten gleich Ihr Wissen :-)

Hier habe ich Ihnen nun die wichtigsten Punkte aus beiden Gedächtnisprotokollen zusammengestellt:

  • Fall: Der Fall bezog sich auf eine Somatisierungsstörung die differenzialdiagnostisch gegenüber Hypochondrie,Depression etc. abzugrenzen war. Allerdings wurde bei dem Fallbeispiel besonders auf die momentanen Familienverhältnisse (Frau hatte epileptische Anfälle erl., Kind entwicklungsverzögert usw.) sowie auf die Kindheitserlebnisse des Klienten (strenger Vater, Zuneigung der Mutter nur über Leistung oder Krankheit) eingegangen. Ich sollte also außer einer Diagnose auch eine Entstehungstheorie beschreiben. Hatte anfangs etwas Mühe mich in die Denkweise der Prüfer hineinzuversetzen.
  • Fall: Der zweite Fall lief als Rollenspiel ab, worüber ich sehr glücklich war. Spritzen-Phobie  ! Eines meiner Lieblingsthemen. Da ist alles aus mir herausgesprudelt inkl. vasovagaler Umkehrreaktion und Applied Tension usw. Weil ich darüber so viel erzählt habe wurde auch fast nichts mehr gefragt. Es hat sich gezeigt dass es nicht verkehrt ist von sich aus viel zu erzählen.
  • Frage: Warum wollen Sie die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie machen?
  • Frage: Wie haben Sie sich vorbereitet?
  • Frage: Wie möchten Sie später arbeiten?
  • Anmerkung des erfolgreichen Prüflings: Hier sollte man sich ein gutes Gesamtkonzept zurechtlegen. Es hat sich gezeigt dass der Prüfungsvorbereitungskurs bei dir [Franziska Luschas] unheimlich wichtig für die Prüfung war. Besondersfür die Mündliche.

Im 2. Gedächtnisprotokoll vom Mai 2011 wurde in der mündlichen HP Psych. Prüfung in Ansbach nach folgenden Punkten gefragt:

  • Frage: Was beinhalten das Betreuungsgesetz und das Unterbringungsgesetz genau?
  • Frage: Welche weiteren wichtigen sonstigen Gesetze müssen sie kennen?
  • Frage: Welche Eckpunkte enthält die Durchführungsverordnung?
  • Frage: Welche Patienten würden unter Umständen betreut werden? (z.B. Demenzformen, Intelligenzminderung, Down-Syndrom)
  • Frage: Wie verfahren Sie bei einem akut suizidalen Patienten? Was ist zu beachten?
  • Fall: Ein Bauschreiner kam vor eineinhalb Jahren nach Deutschland und zeigt typische Symptome für eine Anpassungsstörung und Depression. (Hier war den Prüfern die fachärztliche Abklärung, Stichworte Schilddrüsenerkrankung oder Avitaminose, wichtig.)

    Er hatte bereits Gedanken, morgens nicht mehr aufwachen zu wollen. (Hier wollten die Prüfer meine Vorgehensweise bei Suizidalität auf das Fallbeispiel angewandt wissen. Wichtig waren Ihnen auch die Leitsymptome der Depression nach ICD).

    Der Patient erwähnt außerdem, dass er dass er sich auf dem Weg zur Arbeit bereits eine Brücke ausgesucht habe, von der er springen möchte…. (Notfall, Unterbringung, evtl. freiwillig etc.)

Übrigens bestanden beide Prüflinge nach der schriftlichen auch die mündliche HPP Überprüfung in Ansbach.

Konnten Sie alle Fragen zufriedenstellend beantworten und sicher auf die Fallbeispiele eingehen?

Ich hoffe schon, denn die von den Prüfern gestellten Fragen sind meines Erachtens auch noch heute von hoher Relevanz.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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