Psychoedukation: Wie Sie den Zusammenhang Denken, Fühlen und Verhalten einfach erklären

HeilpraktikerErfolg Mitgliedschaft - Weniger Theorie - Mehr Wissen - LuschasEine der Grundlagen erfolgreicher Verhaltenstherapie ist Transparenz

Besonders “aufgeklärte” Patienten profitieren von der klar strukturierten Hilfe verhaltenstherapeutischer Methoden.

Wie aber schaffen Sie es als Therapeutin, Ihre Klienten ins TUN zu bringen?

Eine einfache Möglichkeit besteht darin, Ihre Klienten innerhalb der Psychotherapie als gleichberechtigte Partner, auf Augenhöhe in einem Arbeitsbündnis anzuerkennen, wobei Sie sie aktiv in den Therapieprozess einbeziehen.

Warum Psychoedukation so wichtig ist

Damit Ihre Klienten jedoch wissen, was auf sie in einer Psychotherapie zukommt, wie sie abläuft und welche Wirkungen und Nebenwirkungen auftreten können, ist eine sorgfältige Aufklärung notwendig.

Häufig sind informierte Klienten auch eher bereit, sich eigenverantwortlich und aktiv am Therapieprozess zu beteiligen, wenn sie nachvollziehen können, warum sie etwas tun sollen.

Nachdem ich beispielsweise festgestellt hatte, dass manche Klienten zwischen den Sitzungen weder Hausaufgaben noch Entspannungsübungen oder überhaupt etwas in dieser Richtung machten, nahm ich  mir mehr Zeit, sie über die Vorteile einer aktiven Mitarbeit aufzuklären.

Den meisten Klienten (i.d.R. = Selbstzahler) leuchtet es auch ein, dass sie Verlauf, Wirksamkeit und Länge ihrer Psychotherapie positiv beeinflussen können, wenn sie das Gelernte regelmäßig zwischen den Sitzungen anwenden und dass sie obendrein (ihr oftmals hartverdientes) Geld sparen können.

Mehr Erfolg durch sorgfältige Psychoedukation 

Mit einer gezielten Aufklärung, in der Ihre Klienten möglichst selbständig zu wichtigen Einsichten über ursächliche, aufrechterhaltende oder auslösende Faktoren der psychischen Störung kommen, helfen sie ihnen beispielsweise wichtige Zusammenhänge zu erkennen.

Dieses Wissen können Ihre Klienten dann bei zukünftigen Herausforderungen nutzen, um zum Beispiel konstruktiver mit Stress umzugehen, indem sie das bei Ihnen Gelernte üben und eigenständig anwenden.

Bereits in der ersten Sitzung führe ich meine Klienten beispielsweise in das Kernprinzip der Kognitiven Therapie ein, nämlich dass unser Denken unser Fühlen und Verhalten beeinflusst und sich diese 3 Faktoren wechselseitig bedingen.

In der Regel fange ich dabei ganz harmlos mit dem “schlechten” Wetter an, was nicht der Hauptgrund dafür ist, dass wir uns schlecht fühlen, sondern weil wir in erster Linie “schlecht” übers Wetter denken, bis die Klienten dann nach und nach eigene Beispiele aus ihren Alltag einbringen.

Ihre Klienten merken sich den wichtigen Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Verhalten meistens umso besser, desto mehr Ihr Fallbeispiel ihrem eigenem Problem ähnelt. Dadurch sprechen Sie ihre Emotionen an, wodurch sie den Zusammenhang zwischen Denken und Fühlen dann häufig auch besser nachvollziehen können.

Wenn beispielsweise ein Dozent mit Bewertungsangst vor mir sitzt, dann macht es wenig Sinn über Höhenangst zu reden, sondern ich nehme ein Beispiel von einem anderen Klienten, der auch Bewertungsangst hatte und wie er diese Schritt für Schritt abbauen konnte. 

Kurzes Video über Denken, Fühlen und Verhalten

Im nachfolgenden 5-minütigen Praxisvideo erfahren Sie an einem Fallbeispiel, wie Sie Ihren Klienten den Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Verhalten anhand eines Beispiels einfach erklären können.

Um das Video zu starten, klicken Sie auf den Wiedergabeknopf oder auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren.

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Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

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P.P.S.
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Kommentare

  1. charlotte schreibt:

    In der Regel fange ich dabei ganz harmlos mit dem “schlechten” Wetter an, was nicht der Hauptgrund dafür ist, dass wir uns schlecht fühlen, sondern dass wir “schlecht” übers Wetter denken, bis der Patienten dann nach und nach eigene Beispiele aus seinem Alltag einbringt.

    Guten Tag Frau Luschas, na das trift für mich genau zu, nur umgekehrt…ich hasse blauen Himmel und wenns so warm ist…sowas gibs auch…und es ist mein Problem, garnicht so einfach das abzuschütteln, aber ich bin überzeugt, das bekomme ich auch noch hin. IRGENDWANN…. ist das nicht seltsam?? Herzlichst Charlotte

    Herzliche Grüsse Charlotte

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Charlotte,

      wenn Sie lieber Regen mögen und sich dabei gut fühlen, ist das vollkommen in Ordnung. Es ist weniger anstrengend zu akzeptieren, dass Sie Sonne und blauen Himmel nicht mögen, als dagegen anzukämpfen.

      Viele Grüße