Wie Sie als Heilpraktiker Psychotherapie mit der praktischen und integrativen KVT Ergebnisse erzielen können

HeilpraktikerErfolg - Moderne Integrative Psychotherapie Praktisch gemacht - LuschasDie meisten meiner Klienten kommen wegen Angst, Panikattacken oder zwanghaften Grübeln zu mir in die Psychologische Praxis.

Über die Hälfte von ihnen war schon in Therapie, die größtenteils von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wurde.

Da ich meine Leistungen nicht über Krankenkasse abrechne (= Selbstzahlerpraxis), bezahlen meine Klienten die Psychotherapie selbst.

Warum jemand für Psychotherapie Geld ausgeben soll

Wenn jemand beispielweise 80 Euro oder mehr für eine 50-minütige Sitzung ausgibt, dann hat das häufig einen triftigen Grund. In der Regel leidet diese Person.

Aber warum sollte jemand so viel Geld für Psychotherapie ausgeben, wenn sie doch in den meisten Fällen von der Krankenkasse bezahlt wird?

Viele Hilfesuchende haben einen hohen Leidensdruck und möchten kein viertel Jahr oder länger auf einen Therapieplatz warten. Andere wiederum brechen die “gesetzliche” Therapie enttäuscht ab, weil sie sich mehr erhofft hatten.

Nach meiner Erfahrung sind Menschen dann auch öfter bereit für alternative Therapieangebote von Heilpraktikern (Psychotherapie) zu bezahlen, die in der Regel noch andere Therapieformen als die von die Krankenkasse bezahlten, wie zum Beispiel systemische Therapie, Hypnose oder Gesprächspsychotherapie, anbieten.

Allerdings bleiben die Klienten in Selbstzahlerpraxen besonders schnell weg, wenn sie merken, dass die Behandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Ein 45-jähriger Versicherungsvertreter erklärte mir einmal durchaus nachvollziehbar: “Wenn ich schon mein hart verdientes Geld dafür ausgebe, dann will ich auch Ergebnisse sehen.”

Was erfolgreiche Psychotherapie bedeutet

Erfolgreich bedeutet meines Erachtens, dass der Klient bereits in den ersten zwei Sitzungen eine (spürbare) Erleichterung erfährt, neue Hoffnung schöpft und mehr oder weniger aktiv mitarbeitet, z.B. in Form von Hausaufgaben. Wobei die Mitarbeit beispielsweise bei depressiven Störungen, im Gegensatz zu anderen psychischen Störungen, anfangs häufig geringer ausfällt.

Anstatt aber – wie oftmals üblich - die erste Sitzung ausschließlich mit Anamnese und einer ausführlichen Problemschilderung zu verbringen, lernen meine Klienten u.a. eine einfache, schnelle und wirksame Entspannungsmethode, die sie auch zu Hause selbständig durchführen können. 

Und falls möglich, beginne ich auch schon mit der positiven Arbeit (vgl. Positive Psychologie), die den Klienten über den gesamten Therapieprozess begleitet. 

Denn Ihr Klient bezahlt Sie, damit er sich – nicht nur vorübergehend – besser fühlt.

Erinnern Sie sich: Warum sollte Ihr Klient wiederkommen, wenn er mit den meisten anderen Psychotherapeuten ebenfalls über seine Probleme reden kann und die Therapie ggf. nicht einmal bezahlen muss?

Erfolgsorientierte Therapieziele in der Heilpraktiker Psychotherapie Selbstzahler Praxis

Im Folgenden habe ich Ihnen einige nützliche Strategien und Vorgehensweisen für eine erfolgreiche Psychotherapie zusammengestellt:

  • Arbeiten Sie mit Ihrem Klienten auf Augenhöhe, transparent, empathisch und authentisch. Dazu gehören auch eine klare Struktur und Regeln (Absprachen), eine verständliche Sprache und auf den Klienten zugeschnittene Hausaufgaben.
  • Leiten Sie Ihren Klienten sicher, strukturiert, trotzdem flexibel und klientenkalibriert durch den therapeutischen Prozess (ESTA-Modell).
  • Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Klienten ein, auf seine persönliche Situation zugeschnittenes, multifaktorielles Störungsmodell (Verhaltensanalyse).
  • Lassen Sie ihm – im Sinne der Selbstwirksamkeit – aktiv am therapeutischen Prozess teilhaben (aktive Mitarbeit).
  • Informieren Sie Ihren Klienten über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Psychologie und Hirnforschung (z.B. Neuroplastizität).
  • Klären Sie Ihren Klienten über seine Störung, Behandlungsmöglichkeiten und Prognose auf (Psychoedukation).
  • Geben Sie ihm bereits in der ersten Sitzung eine bewährte Übung an die Hand, mit der er sich schnell, einfach und wirksam entspannen kann (z.B. X Prozess Entspannung).
  • Bilden Sie Ihren Klienten zu einem wissenschaftlich orientierten Praktiker (= WOPer  ;-) ) aus, der zunehmend mehr in der Lage ist, seine dysfunktionalen Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen, selbständig zu hinterfragen sw. positiv zu verändern (Hilfe zur Selbsthilfe).
  • Dienen Sie Ihrem Klienten als Vorbild, indem Sie regelmäßig selbst an sich arbeiten (Selbsterfahrung), Supervision nehmen und Ihr Denken, Fühlen und Verhalten regelmäßig kritisch überprüfen.

Diese Strategien sind im Übrigen auch zentraler Bestandteil unserer praktischen und integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie Ausbildung (= piKVT).

Bewährtes Vorgehen und erfolgreiche Methoden in der praktischen und integrativen KVT

Diese wissenschaftlich fundierten und in der Praxis getesteten Strategien und Methoden können Ihnen helfen, die oben genannten Ziele umzusetzen und in Ihrer HPP Selbstzahler Praxis Ergebnisse zu erzielen:

  • Transparentes, strukturiertes, empathisches und klientenkalibriertes Vorgehen (vgl. ESTA-Modell)
  • Supportive Leading (unterstützendes Führen)
  • Psychoedukation zum Beispiel bei Angst, Panik, Depression (z.B. Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Teufelskreis der Angst, Neuroplastizität)
  • Bibliotherapie (Welche Bücher unterstützen den therapeutischen Prozess?), z.B. Wolf & Merkle: “Gefühle verstehen, Probleme bewältigen”
  • Begleitende Videotherapie, z.B. Youtube Selbsthilfe Kanal BossImKopf 
  • Sokratischer Dialog (v.a. empirische, hedonistische oder logische Disputation)
  • Kognitive Umstrukturierung (z.B. Denkfehler, ABC(DE)-Protokoll)
  • Expositionstraining in sensu und in vivo (v.a. bei Ängsten, Zwängen, Belastungsstörungen, Süchten)
  • Sanfte und sichere Bearbeitung von traumatischen Erlebnissen und starken Emotionen (z.B. Konfrontation, Affektbrücke, Dissoziation, Submodalitäten, Dialog Technik, X Prozess)
  • Komplementäre therapeutische Beziehung in der Verhaltenstherapie (empathische Konfrontation, Reparenting i. S. eines korrigierenden emotionalen Erlebens)
  • Effizientes Entspannungstraining, z.B. X Prozess Grundtechnik
  • Selbsterfahrung (eigene blockierende Grundannahmen und Emotionen identifizieren und bearbeiten), praktische Achtsamkeits- und Akzeptanz-Strategien für Therapeuten

Diese Methoden üben wir ebenfalls wiederholt in unserer piKVT Ausbildung ein.

Auf IHREN Erfolg in Prüfung und Praxis!

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Danach absolvierte Sie erfolgreich die 5-jährige Psychologische Psychotherapeutenausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie beim IVS Nürnberg. Nach 10-jähriger psychotherapeutischer Tätigkeit leitet sie mit Uwe Luschas die piKVT Ausbildung für (angehende) Heilpraktiker Psychotherapie. Außerdem hilft sie mit ihrer Selbsthilfe-Webseite BossImKopf.de tausenden Menschen, mehr "Boss im Kopf" zu werden.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Bettina schreibt:

    Liebe Franziska, in dem Artikel hast Du das Wichtigste komprimiert, mit wenig Worten das effektivste Vorgehen beschrieben. Habe mir die Seiten ausgedruckt, um sie öfters nachlesen zu können. Danke.

    Gruß Bettina

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar, Bettina :-)

      Dieser Beitrag resultiert aus der, von frisch gebackenen Heilpraktikern (Psychotherapie), häufig gestellten Frage “Wie sieht denn erfolgreiche Psychotherapie aus?”

      Auch länger praktizierende Therapeuten fragen sich manchmal, warum mancher Klient nur 1 oder 2x kommt.

      Deshalb ist es aus meiner Sicht hilfreich, sich ab und zu die folgenden Fragen zu stellen:

      - Macht mir meine psychotherapeutische Tätigkeit Freude? - Machen meine Klienten Fortschritte? - Arbeite ich effizient? - Folge ich einer bewährten Struktur? - Arbeite ich regelmäßig und erfolgreich selbst an mir (Selbsterfahrung, Supervision)?

      Schon eine “Nein-Antwort” lädt meines Erachtens zur Musterunterbrechung ein. Im obigen Artikel zeige ich, wie es geht :-)

      Viele Grüße aus dem schönen Fürth

      Franziska Luschas Diplom Psychologin